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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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enirie koZe-Saltz/ das allerlauterste und reineste: irem das 8al fos-6le, welches weiß und durchsichtig / und deswegen 8al ßemmeum^.genennet wird; hingegen aber findet man grossen Unterscheid unter demLale fossili, irem unter dem Saltz/ daß aus Quell - Wassern gemachtwird. Denn bekant ist / daß unter der Erden viele Arten von Sal-tzen/ von Steinen/von Erden und Ausdünstungen sich befinden/ wel-che sich auf unterschiedene Art/ so wohl mir dem Saltz als auch mitden Mastern / welche durch die Saltz-Adern gehen/vermengen können.Ist derowegen wohl das 8al fossile, weiches rsiieoiret und umgesottcnwird/ als wie das zu Saltzburg/ ir. das zu Tarnowih an der Pohlni-fchen Grantze rakenirte koie-Saltz dem wssii in Reinigkeit vorzuzie-hen. Und eben um der Ursache/ ist auch das koie,und Meer-Saltzreiner zu seüimiren / als das 8al fossile. Ein Zeichen der Reinigkeitist / wenn das Saltz in weisst harte Crystallen gehet/ denn te wenigerirdische fette schweflichte Theile mit einem Sache vermenget seyn / ieschöner es sich Crystallisiret / ist derowegen wol ein mkenirres Loie - Saltzallen vorzuziehen. Unterdessen traue ich mir doch aus allen gesottenen Sal-tzen in Deutschland ein schönCrystallmesdem Meersälh gleiches zu pr^a-riren. Wie denn aus unserer Hämischen Sole mit leichter Mühe das här-teste/ schönste / weisstste und scharffstc Crystallinen Saltz als grob He-ring-Saltz zu machen. Und geschiehet solches Wrntexs-Zcit in der Stu-be auf dem Ofen/ gehet zwar etwas langsam zu / und zwar durch dieOrganisation, welche geschiehet durch langsame evaporirung. Dennwenn man einSaltz zuCrysiallen schießen läßt/blejben alle schwesiiche/fette/laugenhaffte Theile zurück. Noch schöner aber'und reiner kan man ein 8alcommnne machen/ und seine fremden Theile absondern/ wenn man esin Feuer im einem Schmelh-Tigel fliesten / hernaches wiederum / in rei-nemRegen-Waster folviret ulrrirt und anschießen läßt. Mein Gutachtennun zu geben / was den Gebrauch und Nntzenaller Saltze anlanget / somuß man billig wegen des Nutzens einen grossen unterscheid machen, i.Ein rskenirtcs Meer-Saltz/ ungesottnes 8al fossile, 8al OemwL hal-te ich für die reinsten. Das aber zum schärffsten salhet ist ein 8al fossi-le semmeum, da kan man fast mitTheil mehr richten / als mit r, Thei-len eines Brunnen Salhes. Ja auch das chauerhaffteste Saltz ist 8alfossile, hernach das 8al ^arinum vor allem Brunnen-Saltzen/welchenicht so tauerhafft in der Lufft/auch nichtso scharffsaltzen. Dem mensch-lichen Cörper zum dienlichsten und gesundesten hslt ich die Saltz so ausQuellen gemacht und gekocht sind/ auch von neuem gekochtes Meer-Saltz»Denn durch die Kochung und grosse Wärme werden die allzu rauhen/

' harten,