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harten / schärften / spitzigen Theile gelindert und zarter gemacht/daher sienicht so schärft die flcischichten Zäserlcin und Haulchcn des menschlichenLeides/ angreiften und nagen : und also weniger den Scharbock/ Ge-schwür und Uneinigkeit in dem Geblüt verursachen. In Deutschlandund sonderlich hier zu Lande sind hochzuschätzen das Lüncburgische undHä'lnche Saltz/von welcher Natur lind Unterschied ich auch dieses mel-den will/ r. das Lüneburgische har vordem-Hallischen darinn den Vor-zug/ daß es harter/ starckerund scharsscr ist / weiches rnan daher erwei-sen kam Man nehme >. Maaß Wasser / lolvire dämme 24. Loth Lüne-burgsr Saltz / und nehme 1. Maaß Wasser / und lolvire gleichfals inselbigem 24. Loth Höllisch Saltz und gebe sie einigen Personen zu schme-cken/ die nicht wissen in welchem Wasser das Lüncburg-oder -Höllischeist / so werden sie emmüchig urtheilen / daß das Lüneburgische Saltz-Wasser scharsser sey am Geschmack als das Höllische. Die Probe ist et-liche mal gemacht.
Hingegen so halten die meisten Haus-Wirthe unser HallischesSaltz zu Emsaltzung der Speisen / der Fische/der Butter dienlicher undnützlicher als andere härtere und fcharffere Saltz. Und meiner Mey-nung nach istauch das Höllische Saltz gesunder als alles 8al si-Me,Meer-Saltz und anderes scharffes Saltz. Denn diese bestehen aussehr harte« rauhen saltzigen Theilen/ welche viel ticffer in die Zäserteindes menschlichen Cörpers eindringen und sich darinne feste setzen ; dahersie zu ßenerarion des Scharbocks viel mehr helffen. Das HallischeSaltz aber weil es etwas gelinder/ auch über dieses ein asiati-sches bitteres Saltz bey sich führet/ sehet sich nicht so feste ein in diexoros des Fleisches/ lässet sich leichter mit Feuchtigkeit wieder herausspielen / verdicket selbige nicht so starck und passiver also besser durch dendsiin. Dieses bittere asiatische Saltz welches mit unserm in etwas rneki-M, ist die Ursache / wärmn unser Saltz im Anfange etwas Feuchtigkeitaus der Lasst an sich ziehet/ und daher zusammen fället / und wenn mansolches flüßige Saltz von unserm Saltz weiß abzusondern/ bleibet esganh trocken und taurhafft in der Lufft. Der Vortheil aber beruhet da-rinnen/ daß wandle Sole / welche von den Stücken / wenn sie von derPfanne gehoben werden/ abtriefft/ auch die zu allerletzt bey Kochnngdes Salhes m der Pfanue bleibet / nicht wieder mit der Sole in demSol-Fasse vermischet/wie insgemein zu geschehen pfleget/sondern dieselbeZäntzlich davon Lparixet. Merckwürvig ist/ daß wenn man die Solewelche von den Stücken trieftet / einkochet/ ein Saltz draus werde wel-