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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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ches bitkem Geschmacks und / so es 24. Stunden in der Lufft Met /gantzfeucht und flüßig wirb. Der Ursprung dieses Saitzeö kömmt zwei-feis ohne her von einen, schwefiichten und kalckhafflen Gebürge dadurchdie Sole gehet.

Denn man mekcket an / daß die meisten Saltz-Quellenzu ihrem P'un6amenr entweder ein schwaches bituminöses Gebürge ha-ben / oder durch ein Spath / Gyps und Kalck-Gebürge gehen / welcheWasser weil sie aus dem Gebürgt/ von dergleichen Kalckstem mit sichnehmen / im gelindem Kochen eine steinigte 8ubü3ntz umen aufden Bo-den der Pfanne setzen. Ällhicr pflegt man es Schöp zu nennen / undführet solchen Stein absonderlich der Deutsche Brunn und Hackeborn.Es legetchch wenigstens in z. Tagen davon an eine Pfanne ,r. Pfundan. Und weil das Feuer nicht wol zuletzt/ da der Stein allzudicke wird /operiren kan / so ist nöthig die Pfanne allezeit um den dritten Tag ab-zunehmen und diesen Stein vermittelst des Feuers und des Klopffensabzubringen. Die Wasser auch in unserer Stadt sind fast meistenskalckhafft/ und kan man daraus vermittelst des aufgelösten Wetn-Stein-Saltzes eine weisse l^rerie aufden Boden schlagen.

Auch ist cuneus, daß die Sole so wol im Deutschen als Ha-ckebrunnen aufdcm Grunde bey dem Quelle feste breite Steine anse-tzet/ die aus lauter 8tr<ltis bestehen / auch saltzig schmecken / wie ich dennvon denselben etliche besitze. Woraus kläriich zu ersehen / daß unsereSole durch viel Spath und Kalck - Gebürge fliesten muß. Nun gibtaber die Erfahrung /wenn man ein gemein Saltz mit einer Kalck - Erdekochet/ daß solches davon bitter werde. Dergleichen Saltz findet sichbey vielen auch meclicinälischen Wassern / und nennet solches Icküerein Engeländer 8al cslcsreum ; welches nicht ungesund/ sondern wegenseiner eröffnenden und zertheilenden Krafft in dem menschlichen Eörperguten Nutzen schafft.

Über dieses aber ist sehr merckwürdig/ daß obgleich unser Saltz/wenn es frisch ist / und in die freye Lufft kömmt/ etwas Feuchtigkeit ansich ziehet / tedennoch/ so es lange darmn lieget / und zwar in einem gros-sem Raum über ein ander gepacket / wird -es endlich so fest/ hart/ sotrocken und tauerhafft in der Lufft/daß man es auch sicher scher Was-ser und Meer rransportiren kan. Die Ursach ist/ daß die Feuchtigkeitsich davon theils auf den Boden sencket/ theils auch weil die Lufft einsäuerliches virriolisches Saltz bey sich führet / so Littet es dieses alca-lische kalckichte Saltz / daß es gantz fest und beständig wird.

Sonsten