6i4 v. Gedanken von Aufhebung
Handlung«-Compagnie mit Ende dieses Jahres aufhöre»zu lassen. Sie haben zu dem Ende alle Aetien dieser Com-pagnie 1150 an der Zahl, vor den gangbaren Preist, jedezulaufend Thalern übernommen, dergestalt, daß den Aus-ländern ihre zeither gehabten Aetien auf Verlangen so fortbaar vergütet, den Unterthanen aber in Obligationen,die mit andern öffentlichen Papieren gleichen Cours haben,und fünf von Hundert Interessen genießen, verwandeltwerden sollen. Solchergestalt übernehme» dieselben nichtnur alle Effecten der Compagnie, sondern es werden auchalle ihre zeither im Besche gehabten Inseln, Forts, Eta-blissements und Comtoirs der Krone einverleibet; und derHandel nach Weftindien und die Küste von Guinea wirdkünftig allen dänischen Unterthanen frey gegeben; wie etaber einstweilen mit diesem Handel gehalten werden soll,lehret vorstehendes königliches Ediet. Ein Vorfall von die,ser Art, der eilten wichtigen Umstand in den Commercieseiner Nation ausmachet und sich nicht gar häufig ereignet,muß uns demnach billig veranlassen, daß wir unsern Lesernunsere Gedanken von Aufhebung der Handlungö-Compagnienetwas ausführlicher mittheilen.
DieAufhebung decHandlungs-Compagnien kan aus zwey-erley BewegungSgründen geschehen. Die Nothwendigkeitveranlasset entweder die Regierung eine Handelsgesellschaftaufzuheben, oder sie wird von dem größern Nutzen in Er-weiterung der Commercien darzu bewogen. Beyde Bewe-gungSgründe müssen wir etwas näher betrachten; und zwarwollen wir zuerst von der Nothwendigkeit eine solche Hand-lungsgesellschaft aufhören zu lassen unsere Gedanken eröffnen.
Nicht alle Hanblungs-Compagnien haben einen glückli-chen Fortgang in ihren Angelegenheiten. Oefters ist indenjenigen Landern und Weltgegenden, wo eine solche Ge-sellschaft hinhandelt, kein großer Vortheil zu erlangen, weildaselbst entweder keine Waaren zu haben sind, die bey unsAbgang finden, oder weil sie nicht von der erforderlichenGüte und Beschaffenheit sind, oder wenigstens nicht so wohl-feil und in genügsamer Menge erlanget werden können,baß sie die Unkosten des Handeis mit einigem Ueberschuß
ertra-