u. einzuführende Gewerbesteuern. 677
man nun durch Bausch und Bogen auf die Personjährlich drey Thaler Gewerbesteuern rechnet, wel-ches nicht zuviel ist, indem die Kaufleute, Krämerund andere bloß handelnde Gewerbe, sowohl als dieKünstler, die Gold - und Silberarbeiter und der-gleichen, ungleich mehr als drey Thaler jährlich ent-richten müssen: so hat man neun tausend Thalerjährliche Gewerbesteuern, und also drey bis vier tau-send Thaler mehr, als durch die Accise eingeht. DieUnterthanen aber werden dem ohngeachket ungleichbesser dabey fahren, indem die meisten eben soviel,und noch mehr, durch die Accise entrichten müssen;dahingegen sie bey den Gewerbesteuern vollkomme-ne Freyheit in ihren Handlungen und Gewerben ha-ben, und eines viel wohlfeilem Preißes der Lebenömkt-tel genießen; welches in allen ihren Aufwand undMaaßregeln einen vorthcilhasten Einfluß hat.
Es wird auch durch diese Gewerbesteuern ein umgleich, besserer Zusammenhang in den Einkünften desStaats und in andern Maaßregeln und Anstaltender Regierung dargestellet. Die Kaufleute, wennsie Waaren, aus fremden Landen kommen lassen,sehen sich genöthiget, den wghrcn Preiß derselben inden Zöllen anzugeben, denn wenn sie hier die Waa-ren nach einem geringen Preiße verzollen wollten; s»wird man ihren Gewinnst in den Gewerbesteuerndesto höher berechnen: und sie würden mithin we-nig Vortheil davon haben. -Die Gewerbesteuernwerden auch'die Folge nach sich ziehen, daß dieGrundstücke, die dadurch eine Erleichterung bekom-men, mehr gesucht werden; denn in der That ha-ll u 2 ben