676 k. Betrachtung über die Accise
man sieht, ob sie mit dem Verzeichnisse derer in jedemHause befindlichen Personen übereinstimmen.
Wenn man dieses alles erwäget; so fällt es sehrin die Sinnen, daß die Gewerbesteuern sowohl vorden Regenten als die Unterthanen ungleich Vortheil-hastiger sind, als die Accise. Es ist gewiß, daß einRegent auf diese Art vielmehr Einkünfte erhaltenwird, um das Beste des Staats durch dienlicheMaaßregeln befördern zu können. Denn durch dieseGewerbesteuern wird nicht nur an den Bedienten einansehnliches ersparet; sondern es werden auch allediejenigen Gewerbe zur Mirleidenhei'k gezogen, dienur ein weniges an Materialien bedürfen, oder' diebloß per contraölum locati conciuÄi arbeiten, unddie zeither bey der Accise wenig oder gar nichts zuden gemeinen Lasten beygetragen haben. Man hates zeither in mittelmäßigen Städten, die sieben,oder acht hundert bis tausend Häuser haben, schwer«sich höher, als jährlich sechs tausend Thaler AcciS-Einkünste, nachAbzug der Kosten, gebracht; und essind mir Städte dieser Art bekannt, wo nur vieroder höchstens fünf tausend Thaler Acciseinkünftezu fallen pflegen. Wir wollen annehmen, daß ineiner solchen Scadt tausend Hauptpersonen sind, dieGewerbe treiben, welches gewiß nicht zu viel ist,wenn man rechnet daß in einem Hause zwey Fami-lien wohnen; da deren wohl drey und viere öftersin einem Hause beysammen leben. Wir wollen gleich,falle voraussehen, daß eine jede Hauptperson nureinen Gesellen und Lehrjungen hat. Da deren öftersvier bis sechse in einer Werkstatt arbeiten. Wenn
man