! des Thamus. 72z
Weiber durch den ihnen von der Sonne zugestande-nen Vorzug sehrgerühret waren; so erreichte Tha-mus seinen Endzweck auf die vollkommenste Art;
! und wenn er sich zuweilen in Babylon sehen ließ;so schrie alles Volk: groß ist her Prophet Thamus,seine Freundschaft und Segen walte über uns.
Nunmehr schien es dem Thamus Zeit zu seyn, seinVorhaben auszuführen. Sein Vorsah war garnicht, den Belus und den Dienst der Göttinn Belthaunmittelbar anzugreifen. Ohngeachtet der großenHochachtung, in welche er sich gesehet hatte: so^ blieb doch das Andenken des Belus allem Volkeehrwürdig; und man glaubte, daß man gar wohlj eine gleiche Hochachtung gegen zwey Männer haben' könnte, die das Vertrauen der Gestirne so sichtbar-lich vor sich hätten. THamuS begriff auch gar leicht,daß er den Belus keiner Betrügereyen und Unwahr-heiten beschuldigen könnte, ohne selbst wider sich ge-wisse Zweifel rege zu machen, die seinen Absichtengar nicht gemäß waren. Er beschloß also, den Be-lus vor gut und gültig paßiren zu lassen, und nur den! Dienst der Sonnen in größeres Ansehen zu bringen.Zu dem Ende war er Willens, ein monatliches großesFest der Sonnen einzuführen; und gleichwie er denLauf der Sonnen in die zwölf Himmelszeichen amersten erfunden und bestimmt hatte; so sollte das von^ ihm vorzuschlagende monatliche Fest allemal bey dem
i Eintritts der Sonne in ein neu Himmelszeichen ge-! feyret werden. Es war auch seine Absicht, daß
l das Fest sowohl der Sonne als jedem Himmelszei«
^ chen geheiliget werden sollte, damit die Ieyertage
' und