Band 
[Erster Band]
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7O2 n. Die Geschichte

hatte. In die Haupthöhle setzete er das Bi'ldnißder Sonnen, welches durch ein darinnen verborgenangebrachtes Feuer einen großen Glanz von sich gab.Gerade über dieser Höhle war der Aufenthalt desThamus, und die Höhle war so künstlich gebauet,daß er auf einer gewissen Stelle, wo die schnecken-förmigen Oeffnungen und Höhlungen der unterstenHöhle ihren Auögang hatten, alle Worte des Ge-bethes verstehen konnte, die man in der unterstenHöhle an das Bild der Sonne ergehen ließ. SeinBruder, der ihm diese Höhle bauen helfen, mußteüberdieß in hunderterley veränderten Gestalten inBabylon sowohl Tages als Nachtes herum schlei-chen , und ihm die darinnen vorfallenden Begeben-heiten, und den Zustand der vornehmsten Familienhinterbringen. Er war also im Stande, auf allean die Sonne gerichtete Gebether sehr schicklicheAntworten zu geben, wodurch ganz Babel und alleumliegende Gegenden in Erstaunen geseßet wurden,und den ThamuS fast als einen Gott verehreten.Sein Spiel gieng um so besser von statten, weil ernur den Weibern die Annäherung zur Sonne gestat-tete, unter dem Vorwande, daß die Sonne überdie Männer, die ihren Dienst vernachläßiget hät-ten , allzusehr erzürnet wäre. Jedoch erlaubte er,daß sie bis in den Eingang der Höhle gehen konn-ten, dergestalt, daß sie die vor der Sonne aufdem Angesichte liegenden Weiber im Gesichte hat-ten. Gleichwie nun das schöne Geschlecht viel ei-friger ist, das Lob seiner Günstlinge und wunder-bare Begebenheiten auszubreiten, und gleichwie die