Band 
[Erster Band]
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-es Thamus.

Nachdem der König Belus das babylonischeReich durch seine Siege groß und vor ganz Asienfurchtbar gemacht hatte, so daß er seine Staa-M einer vollkommenen Ruhe versichert haltenkonnte: so war er darauf bedacht, die innerli-che Verfassung seines mächtigen Staats in einenguten Zustand zu setzen und seinen Unterthanen dieFrüchte des Friedens genießen zu lassen. Er bau-ete danncnhero nicht allein verschiedene Städte;sondern machte auch allenthalben solche Anstalten undAnordnungen, die er der Aufnahme seines Reichesund der Glückseligkeit der ihm unterworfenen Völ-ker gemäß zu seyn erachtete. Gleichwie er in derThat über, die Einsicht und die Denkungsart seinerZeiten erhaben war: so stellece er zuweilen über dieeingeführten vielen Festage ernstliche Betrachtungenan. Er fand, daß viele Einwohner zu Babel undin den umliegenden Gegenden sehr verarmet waren,ohngeachtet der Raub von einem großen Theile vonAsien in dieses Herz seines Reiches geflossen war.Es ist wahr, die Verschwendung hatte sich zugleichmit dieser reichen Beute eingeschlichen: allein erurtheilete, daß diese allein keine Verarmung untereinemTheile derEinwohner verursachen könnte; wennsie dabey arbeiteten, indem die Verschwendung derReichen vielen Gewerben Arbeit und Nahrungverschaffete. Er glaubte aber, daß eben die vielenFeyertage die Verschwendung vergrößerten; dennjeder wäre geneigt, an diesen Feyertagen mehr auf-zuwenden; dahingegen die Arbeit und der Verdienstan diesen Tagen unterbliebe. Er machte den Ueber-

schlag,