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n. Die Geschichte
den Tod des Thamus die ganze Nacht hindurch be-weinet; und nur mit anbrechendem Morgen war je-des wieder davon und an seinen vorigen Ort gegan-gen. Dieses hatten nicht nur die jüngsten Priesterder Sonne, sondern auch fünfzig Mann von denAnhängern des Thamus, die im Tempel Wacht ge-halten hatten mit angesehen. So lächerlich diesesGedichte war; so fand es doch bey den Anhängerndes Thamus Glauben; und gegen Mittag hattensich dreyßig tausend Mann bey dem Tempel derSonne versammlet, die bereit waren seinen Todzu rächen. Besonders erfülleten die Weiber dieLuft mit einem erbärmlichen Geschrey über den Toddes Thamus ihres Lieblinges und reizten die Män-ner an, das Schloß zu stürmen, lind die Mörder desThamus zu bestrafen. Allein die ausgeschicktenKundschafter brachten die Nachricht zurück, daß al-le Gegenden des Pallastes sowohl verwahret undmit Soldaten besetzt wären, daß man schwerlichetwas ausrichten würde.
In der Unentschlossenheit, worinnen die Rebellenwaren, kamen die Priester der Sonne aus demPallaste zurück in den Tempel. Der muthige ba-bylonische Monarch, der sich vor diesen Aufrührerngar nicht fürchtete, hatte sie losgelassen, nachdemer ihnen befohlen hatte, den aufrührischcn Pöbel zubesänftigen; widrigenfalls sie mit ihrem Leben da-vor haften sollten. Allein diese Ermahnungen mach-ten keinen großen Eindruck, nachdem sie sich inFreyheit sahen. Der Bruder und die Anverwand-ten des Thamus, die mit nichts als Rache und