des Thamus. 721
Wuth erfüllet waren, zogen alle übrige in ihreParrey. Nach einer langwierigen Bcrathschlagungin dem Tempel der Sonne, worzu man die vor-nehmsten babylonischen Bürger von den Anhängerndes Thamus gezogen hatte, beschloß man sich, indem Viertel der Stadt, worinnen der Tempel derSonne lag, festzusetzen, und zugleich in alle be-nachbarte Städre Abgeordnete zu schicken, um siein ihre Partey zu ziehen. Dieser Anschlag wurdedie folgende Nacht mit einer bewundernswürdigenGeschwindigkeit vollstrecket. Man machte dieseNacht Gräben, Wälle und Abschnitte; und so gardie vornehmsten Weiber legten dabey mit einem er-staunlichen Eifer Hand an. Die Rebellen, so inandern Vierteln der Stadt wohneten, schafftendiese Nacht ihre Kostbarkeiten in das Viertel desSonnentempelö; und den folgenden Tag plünderteman alle Häuser derjenigen in diesem Viertel, so esnicht mit ihnen halten wollten. Die ausgeschicktenEmissarien waren auch in ihren Verrichtungen nichtunglücklich gewesen. Es fanden sich aus denbenachbarten Städten viele ein, die sich zu den Re-bellen schlugen; so, daß ihre Anzahl binnen einigenTagen bis auf fünfzig tausend wehrhafte Männeranwuchs.
Der König und sein StaatSrath, welche sichsolcher erusthaftigen Anstalten der Rebellen nicht ver-sehen hatten, wurden darüber nicht wenig bestürzt.Man sendete Bothen über Bothen aus, daß dieentfernten KriegeSvölkcr ihren Marsch nach Baby-lon beschleunigen sollten. Als man ein vierzig tau-send