des Thamus. 723
Priester der Göttinn Beltha unter der Hand dieseRebellion angesponnen, weil sie glaubten, dadurchsich der Verminderung der Festtage zu einbrechen,woeinnen sie nur mit Widerwillen und aus Nothdem Könige nachgegeben hatten.
Ungeachtet alle diese Unruhen den babylonischenMonarchen sehr bekümmerten; so ließ er doch des-halb seinen großen Muth nicht sinken. Er zog seinetapferst.cn und getreuesten Trouppen aus den Gränz-plätzen des Reichs an sich, und ersetzte deren Stellemit neugeworbenen. Er stelleie sich selbst an dieSpitze seines Kriegesheeres, und griff die Anhän-ger des Thamus nicht allein aus der Stadt, sondernauch von der Landseite an. Verschiedene Angriffehatten keinen glücklichen Erfolg. Endlich aberglückte es dem Monarchen, daß er durch einen ge-waltigen und allgemeinen Angriff, wobey er selbstals ein gemeiner Soldat föchte; das Viertel derStadt, welches die Verehrer des Thamus innehat-ten, eroberte. Zwanzig tausend Rebellen fandendaben ihren Untergang. Dennoch schlugen sichüber dreyßig tausend Mann durch, und begaben sich.in die benachbarten Städte, die sie in ihrer Gewalthatten, wohin sie schon vorher die Weiber und Kin-der von ihrer Partey in Sicherheit gebracht hakten.Hier befestigten sich dieselben auf das beste, und be-schlossen, sich auf das hartnäckigste zu wehren. Sieerfülleten auch ihren Entschluß in der That; undKönig Belus konnte mit aller seiner Macht,Tapferkeit und Klugheit in zwen Jahren kaum dreyV. Justi 6. Gr. Z z Städ-