72« n. Die Geschichte
send Mann beysammen hatte; so ließ man die Der«schanzungen der Rebellen verfchiedenemal angreifen.Allein, es sey, daß die Soldaten nicht Muth undLust genug hatten, oder, daß sich die Rebellen zuhartnäckig vertheidigten'; genug, alle diese Angriffewaren vergeblich. Die Rebellen ^erstarkten sichimmer mehr. Selbst viele Soldaten gierigen zuihnen über, zu einem deutlichen Beweise, daß dieTriebfedern des Aberglaubens stärker sind als alleheilige Bande der Treue und des Gehorsams. DieReellen bemächtigten sich so gar durch List vielerbenachbarten Städte, die vcn Besatzungen leerwaren, weil sie den größten Theil der Bürger inihre Partey zu ziehen gewußt hatten. S'e^nter-nahmen auch öftere Ausfalle und Streifereren ^ dieandern Viertel der Stadt, und verführen. Mbeygegen die Anhänger der Göttin Eellha, oder^viel-mehr ihrerAriester, auf Lss ^- ufamste.
Zum Unglück von VÄ>Eu Hat sich eine drittePartey darinnen hervor. Diese wollte zwar vonden neuen Festen des ThamuS nichts wissen : siewidersetzte sich aber der unternommenen Verminde-rung der alten Feyertage, und verlangte, daß al-les wieder in vorigen Stand geseßet werden sollte;ja sie behauptete, daß es nicht in der Macht desKöniges stünde, in Religionssachen etwas zu ver-ordnen. Diese neuen Rebellen bemächtigten sichdes Tempels des Gottes Hermes, und des Viertelsder Stadt, worinnen er lag; und viele von denSoldaten schlugen sich zu denselben. Mein Manu-skript giebt nicht undeutlich zu verstehen, daß die
Prie-