von türkischenCarneolkieseln. 7Z5
an der freyen Luft liegen, in ihrem Mittelpunct an-fangen zu platzen und sodann zu vitriolesciren; oderdie erste Materie muß aus irdenen Klumpen bestan-den haben, die entweder nicht recht in einander ge-füzet worden, oder bey der Trocknung Riste bekom-men haben, wie man dieses an angefeuchteter Erde! und Leimen anmerket. Jedoch scheint mir die er-! sie Meynung wahrscheinlicher.
Man kann hieraus ferner wahrscheinlich schließen,daß die Carneolkiesel durch eine Art der Versteine-rung, oder durch den beständigen Zufluß einer sehrfeinen Materie in denjenigen Stand gesetzet worden,wvrinuen wir sie itzo sehen. Diese zarte versteinerndeMaterie hat zwar die vorige Beschaffenheit der Sa-che mit allen ihren Riffen, Bildungen und Zusam-men fügungen gelassen, wie sie war, daher die Risseund Klüfte deutlich zu sehen sind: sie hat sie aberdennoch, indem sie alle Zwischenräumchen mit einersehr zarten und durchsichtigen Materie erfüllet hak,so fest an einander gefüget, daß diese Risse eben sofest sind, als alle andere Theile des Carneolkiesels-Ich habe ferner viele Carneojkiesel gefunden, dienicht in ihrer ganzen Maaße roth oder röthlich gelbgewesen sind, sondern die sonderlich in der Mittenviele weiße crystallartige Flecken in der Größe eineskleinen Pfennigs und kleiner gehabt haben. Dieses Flecken sind rund, oval, bogenförmigt und längliche,j und laufen mit allerley artigen Vermischungen un-! tereinander her, so daß ein Carneol dieser Art dem
l Auge nicht unangenehm ist. Allein, weil man ein-
mal den Carneol sich als einfärbigt vorstellet, und ihndesto höher schätzet, je röther er ist; so dienen diesej Stücke abermals nur in die Sammlung der Natur-forscher.