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[Erster Band]
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von türkischen Carneolkieseltt. 7Z7

lich aber muß man daraus schließen, daß die färben-de Materie ihre Wirkung zuerst auf die äußere Rin-de hat, und nach und nach immer tiefer hineinbrin-get. Folglich, wenn der Zufluß dieser färbendenMaterie aufhöret, oder der Kiesel diejenige Lagerstattverändert, wo er dem Einflüsse dieser färbenden Ma-terie ausgesetzet war: so muß natürlicher Weise inder Mitten diejenige Farbe verbleiben, welche derKiesel in der Steinwerdung erlanget hat. Nunscheint es zwar, als könnten auf diese Art nicht ver-schiedene Flecken entstehen, sondern es müßte nurein einziger runder oder ovaler Fleck nach Maaßge-»bung der äußerlichen Figur des Kiesels bleiben.Allein es ist gar wohl möglich, daß die färbendeMaterie den Kiesel hier und dort eher durchdringenkann, weil sein Gefüge wahrscheinlicher Weise nichtallenthalben einerley und von gleicher Festigkeit ist.Dieses wird auch durch die Beschaffenheit obigerCarneolkiesel bestärket. Denn die Farbe, welche dieseweißen Flecken unterscheidet, ist ganz matt, wenn mansie gegen das Aeußere des Carneolkiesels betrachtet.

Zuweilen sind diese weiße Flecken in den Carneolkieseltthin und wieder mit Flecken von Amethysten vermischet; undich besitze ein großes Stück Carneol, das an dem einen En-de, welches allem Ansehen nach der Mittelpunct eines sehrgroßen Carneolkiesels gewesen ist, gleichfalls große weiße cry-stallische und amethystenfarbigte Flecken hat. Dieses be-weiset ganz deutlich, daß die Farben von der Steinwerdungunterschieden sind, und aus einem besondern Zufluß» ent-stehen, der entweder aufhöret, oder solche Materien an-trifft, die er nicht durchdringen kann. Es ist an diesem großenStücke Carneol noch zweyerley merkwürdig. Erstlich befindensich in dem wahrscheinlichen Mittelpuncte des ehedem ge-wesenen großen Carneolkiesels verschiedene weißgraue Fle-cken, die undurchsichtig sind, und von einer groben Stein-

waterie