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Glauben zustellen, so hatte Rhabanus, mit Bey-hilfe des Walaftid Strabo und Haymons von Hal-berstadt, schon zu Carls des grossen Zeiten die h.Bücher in die Muttersprache gedollmetscht: indeßist es mcrkwirdig, daß dieser Dollmetschung seinSchüler, Otfried, mit keinem Worte erwähnet.Vielleicht daß man sie mit derjenigen verwechselt,welche auf Befehl Kayser Ludwigs des Frommenverfertiget wurde. *
Von Rhabanus liegt noch in der kaiserlichen Bi-bliothek zu Wien ein Oloilärium Iseino - rkeotilki-cum. Dasselbe rückte Georg von Eccard in seineKommentarien äs red. kranciN orisnt. ein. —Auch schreibt man ihm die poetische Geschichte Kay-ser Lothars und Ludwigs zu.
Ludwig der Fromme, Carls Sohn und Nach-folger ( 814-840.) kam zwar an Muth und Fä-, higkeit seinem Vater nicht gleich , allein er ahmteihm doch in der Bemühung um die Cultur Deutsch-lands nach. Eines der vorzüglichsten Verdienste die-ses Kaysers war, daß er die Bibel in Niederdeutsche,eigentlich NiederRheinische Reime übersetzen oder viel-mehr umschreiben ließ.** Er begieng die Schwach-A 4
* S. Andr. dü Chesne 's. Ii. s. 220. rer. kranc.
** S. Andr. dü Chesne Band I. 8 criptor. rer.krsnc. und Eckhardt krsnc. Orient. Th. II.s. Z 24 .