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heil, daß er feine Länder noch bey Lebzeiten unterdrey Söhne vertheilte. So groß auch dieser Feh-ler in den Augen der Staatskunst seyn mag, so ge-wann doch dabey die deutsche Sprache. Deutsch»land bekam in Ludwig dem Deutschen (84; — 876.)seinen eigenen König, welcher die Sprache seinesVolkes liebte, und die wenigen guten Köpfe seinerZeit aufmunterte.
Da sich in Urkunden und Gesetzbüchern der Ge-nius der Sprache am längsten erhält, so berufenwir uns hier auf ein Stück aus den VerordnungenLudwigs und Lothars, (840.) so wie es handschrift-lich in der Kathedralkirche zu Trier verwahrt liegt:Tirst ein jounclitre man frier geuuslt lrsve, sovusr lote er vuilit, läeliun linu esgcvcirs' 80verle lüclrun llnu tiruruire läliclrelli lelu lmeru,stire ce suäern crslilielrsrn list , stire ls vueirrosirllcemo vet8 ciisir vuilit; inäe cetiremo ciäe in-nencuuenciium tireru seiuero Asskceili vuilit, intireru sseirun tirie gekst Hirt, vuirretts tiris ssiaeegellune xeulire , d. i. daß ein jeglicher Mannfreye Gewalt habe, so wo er will, seine Sachenzugeben. Wenn jemand seine Sachen um der Se-ligkeit seiner Seele willen oder zu einer andern an-sehnlichen Stette, oder zu etwas andcrm verwendenwollte, und zu dieser Zeit in derselben Grafschaftbefindlich wäre, in welcher diese Sachen gelegen