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Leibwache hatte. — In diesem Soldatenstandegcricth er in Bekanntschaft mit dem InspectorWagner zu Nauen, auch erhielt er einen besondernFreund an Joachim Heinrich der Groben, nach-herigem Iohannitcr-Ritter und Rittmeister unterdem königl. Leibkorps. Dieser Freundschaft stif-tete Cuno ein Denkmal bey der Ode über seinenGarten.
Im I. 17; i. mußte er auf Werbung ausgchn.Beynahe zehn Jahre dauerte dieses Geschäft fort.Gleich auf seiner ersten Wcrbungsrcise that ihm dielateinische Sprache ganz unvergleichliche Dienste.Mit dieser Sprache kam er in Croatien und Sla-vonien glüklich durch. Die italiänische war für ihnum so viel brauchbarer, da er zwey ganze Jahrein Italien zubringen mußte.
Indem er als Werber reistte, rcisete er zugleichals Gelehrter. Zu Prcßburg hatte er viel Umgangmit dem evangelischen Prediger, Matthias Bcl, zuAugspurg mit dem Pfarrer Urlsperger. Im 1 .17 z?.und i7Z6. warb er unter der Larve eines Legations-secretairs zu Salzburg. Daselbst erneuerte er seineBekanntschaft nut denn Freyherr» von Plotho, derehmals sein Mitschüler gewesen. Ungeachtet er sichseine Werbungen sorgfältig angelegen seyn ließ, sofand er doch immer noch Müsse, so wie er darumvon hoher Hand ersucht worden war, den TorquatoTasso in deutsche Verse zubringen. Wirklich war
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