„ noch allerhand Kostbarkeiten, wie z. B- golden«» Hemdeknöpfe und dergleichen an sich gehabt, und,, man hätte ihm gesagt, dazu habe er das nächste,, Recht, er dürfe nur nehmen. Allein ich hätte„ es nicht annehmen können, sezte er hinzu, und„ wenn es noch zehnmal fo viel werth gewesen„ wäre. Ich hätte es doch niemals ansehen kön.„ nen, ohne daß das Herz mir geblutet hätte.» Er für sein Theil, sagte er, wüßte ganz gewiß,„ daß die verzweifelten Briefe mit gedrukten Sa-„ chen, die der liebe Herr von bösen Leuten —„ die Sage gehe, daß es Geistliche waren, welches„ doch nicht zuglauben stühnde — gekriegt, und„ worüber er sich jedesmahl entsezlich geärgert hätte,„ Schuld an seinem Tode wären. „ — Doch wirlassen Leßingen und seinen Namen ruhen, und ver-folgen nunmehr von der ersten Blüthe bis zur völli-gen Reife die Entwikelung dieses herrlichen Genies.
Schon im I. 1750- sieng Leßing in Gesellschafteiniger Mitarbeiter die Byträge zur Historie undAufnahme des Theaters an; er trennte sich abervon seiner Gesellschaft, nachdem das vierte Stükerschienen war, und darüber hörte die Fortsezungauf. *) Achtung für seine Leser, und Gerechtig-keit gegen die italiänische Nation, von der einerfeiner Mitarbeiter aus Unwissenheit ein sehr veracht.
*) Vorrede zum I. St. der theatral. Biblioth.