liches Urtheil gefällt hatte, brachten ihn zu diesemEntschlüsse. Er fieng darauf seine theatralische Bib-liothek an, die er ganz allein bis zum vierten Stäkesortierte.
Mit seltener Kenntniß der griechischen und latei-nischen Sprache verband er gleich grosse Fertigkeitin der französischen, englischen, spanischen, italiä-nischen, und einigen nordischen Sprachen. Erhatte die mehresten Dichter und Prosaisten in diesenSprachen nicht nur gelesen, sondern gudirt. Schonim I. 1752. gab er eine Uebersezung des Buchsüber die Prüfung der Köpfe, aus dem Spanischendes Hüartc heraus.
Die alten Sprachen verstand er so gründlich alsder Philolog von Profcßion; dabey hatte er selbstvor berühmten Littcratorn wichtigen Vorzug. Hät-ten ihn nicht Zerstreuungen oder Launen immervon Einem aufs Andere gezogen, wir würden vonihm eine vortrefliche Ausgabe von Aristoteles Poetikund von den Fabeln des Phädrus erhalten haben.Er wußte, daß, wenn auch dasjenige, was blosseGelehrsamkeit fordert, schon ziemlich aufgeklärtworden, hingegen, was sich nur durch Geschmakund Empfindung dollmetschen läßt, immer noch fürneuere Ausleger eine reiche Nachlese zurük bleibt.Seine Hochachtung für die klassischen Scribentendes Alterthums übersteigt allen Ausdruk: sie waraber nicht gähnender Beyfall des Nachbetters, son-