Buch 
Leonard Meisters Characteristik deutscher Dichter : nach der Zeitordnung gereyhet / mit Bildnissen von Heinrich Pfenninger
Entstehung
JPEG-Download
 

feinste, untrüglichste Kunstrichterin, und die sorg-samste Freundin, die thätigste Hauswirthin, diezärtlichste Mutter. Nicht weniger glücklich ist erin seinen vortreflichen Kindern. In dem einenseiner Söhne hat er einen Künstler erzogen, dereinst berühmt, wie der Vater seyn wird. In demSchoosse der Familie möchten wir Geßnern mitRacine» vergleichen. Man weiß, wie dieser Lez-lere mit seinen Kindern die kindische Proceßionspielete ; wie er eine Einladung bey Hofe aus-schlug, um bey Hause mit den Seinigen dieKar-pfe zuessen : Aehnliche Züge der herzlichen Güteund Naivität könnten wir in Menge auch vonunserm Geßner erzählen. Wir unterlassen es,weil sie manchem gravitätischen Kinde auf derKanzel und aufin Schöppenstuhl unbedeutend oderwol gar kindisch vorkommen möchten. Indeß er-innern wir die Herren, daß, wer immer, weram unrechten Orte groß seyn will, es eigentlichnie ist ; wir erinnern sie , daß selbst der grosseScipio und Lälius *) sich gern in ländliche Ein-

*) 8LPS ex kocero INLO auäivi, sagt Crassus ,cum is älceret, loeerum luum I^IWin keni-xsr kere cum Leixione tollttim ruliieari,eolgus increöibiliter rexuerzscere eile soll tos,«su«i rur ex urbs , tanguLin e vineulis ,