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Ludwig und Friedrich hatten ihre an-hänge. Ersterer komesich aufden beistandder Luxenburger, und lezterer auf den bei-stand seiner Bruder wie auch decGuelfmrechnung machen. Teutschland erlebte darü-ber mancherlei bedenkliche auftrikte. Eskam nur darauf an, wer von beiden denandern ü-erwältigen würde. Dieses ge,schabe nach einem Miste von acht jah--zrr ren in der belchrienen Macht bei Mühl-dorf. K Ludwig siegte mit hülfe seinesfreundes, Königs Jobann von Bobinen,bekamFriedrichen gefangen und lies ihn nachTrausniz in der Oberpfalz in Verwahrungbringen. Damit war das Reich noch lan-ge nicht beruhiget, obgleich K. Ludwigauf der grosenReichsversamlung zu Nürn-berg eine amnestie und einen algemeinenlcmdfrieden verkünden lies. Seine regie-rung war und blieb eine der verwirtestm,da er von den Pabsten, den Königen inFrankreich, allen Guelfen in Welschlandund kern Herzoge von Oestreich äuserstgehastet wurde. Bei diesen so weit aus-sehenden Händeln zeigte.sich Ludwigen eineschöne gelegenheit, sein Haus zu vergrös-sern. Die Mark Brandenburg wardurch das absterben Waldemars, des lez-tern aus dem ascanischen stamme, alsein erledigtes Reichölehen, des Kaisersältestem Sohne,Ludwig, übergeben, welcher
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