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K. Friedrich von Preusen schien beiseinen siegreichen Waffen in Schlesien plöz-lich ein anderes spiel erwählen zu wollen.Es kam im Oktober unter Vermittelungdes, dem berliner Hofe so wehrten, gros-brittannischcn Gesunden, Lord Hindford,zwischen Oestreich und Preusen zu gehei-men Unterhandlungen. Zu Kleinschellm-dorf in Oberschlesien wurde eine conven-tion entworfen, die in kurzer zcit grosesaufsehen und an einigen orten mehr gerin-ge bestürzunq verursachte. Die Königinvon Ungarn konte sich schmeicheln,die ftino-seligkeiten ihres siegenden Gegners nun ab-gekaufet zu haben, als wider alles verruch-ten der König die Verhandlungen aus ge-heimen Ursachen abbrach, den teilungsrra-ctat unterzeichnete, und tiefer in Mähreneindrung. Der König von Pohlen, alsKuhrfürsi zu Sachsen, wolte dem spielenicht länger hinter dem vorhänge zusehen,sondern betrat die schaubühne mit eineranforderung von feiten seiner Gemahlin,einer josephinischen rechter, ohne zu be-denken, daß des lezten besitzers tochter inder erbschaft näher ist als die baase. Einauserlesenes sächsisches Heer rükte in Böh-men (Novembr.)ein, eroberte Prag mitsächsischer tapferkeir durch einen stürm, undwurde dem Könige von Preusen freund-schaftlich anvertrauet, welches der dresd-
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