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Versuch Einer Mathematischen Historie / Verfertiget von Johann Christoph Heilbronner ...
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ig Cap. i. Von der Beschaffenheit

über das eine von den anmuthigsteri Wiffm-Lchafften sey (q). »

§.vi.

consenescere , sed jrjoa-aiJsi'*} loco periculum in iisfacere , festem in eum finem , ut mature discernerediscamus , quid sit scire quid sit nescire , ac propterea,quid nos ipsi sciamus , quid nefeiamns , ubi nuda ver-ba , ubi res ipsa, teneamus, omnibus licet , omnibusutile est, si non necessarium.

(q) Es ist fast nicht nöthig/ daß wir uns angstiglichvm den Beweist dieses Satzes bekümmern / zumalnur eine flüchtige Betrachtung dieser Wiffenschafft we-gen ihrer Anmuth einen jeden darzu aufmuntert. Undwas kan vergnügters seyn / als wenn jemand außeiner dem 'Ansehen nach schlechten und geringen Wahr-heit soviel« und dem Werth nachlhöchst-nöthige Wahr-heiten erfindet / oder wenn es ihm gelinget / gar wasneues hervor bringet. Daher ist es kein Wunder/daß einige von den Alten über die Erfindung neuerWahrheiten so sehr gefrolocket/ und keine Unkosten ge-sparet haben/ ihr darüber bezeugtes Vergnügen öffent-lich au Tag zulegen. Denn so hatsshale, Milesius de-nen Musen einen Ochsen geopffert/ da er gefunden hat-te / wie man ein gleichschencklichteS DreyEck in einenEircul beschreiben soll. Pythagoras hat ioo. Ochsen/wie einige wollen/ wegen dem bekannten Magister Ma-theseos schlachten lassen. Archimedes wußte sich nichtzufassen/ als er im Bade erfand/ wie er den Diebstall/der in Verfertigung der Erone »eronis war begangenworden /entdecken folte; sondern er sprang aantz nackend«ach Haust und riff immerzu. , »vp **, IchHab es gefunden / Ich hab es gesunden. Und waSwollen wir uns lange bey alten Exempeln aufhalten/da die Erfahrung zur Genüge lehret / wie heut zuTage viele mit höchstem Vergnügen die Mathematikfortsetzen / wenn sie einmal den vermeynten schwerenAnfang gemacht haben/ indem ihnen nichts angeneh-

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