und Nutzen der Mathem «tic. r?
Recht auch unter die Steine des Anstosses gerechnetwerden / indem viele solche vor Höchst gottloß und schäd-lich halten / und also von Erlernung der Mathematikabgehalten werden. Untersuchen wir aber den Grund/woher es komine / daß viele diese Lebr-Art durch dieHechel gezogen haben/ so ist wol die grösteUrsachzun»visiern die Unwissenheit. (Denn mit denen / die nurdeßwegen in der Weltzu leben scheinen/daß sie einer je-den Wahrheit etwa einem andern zu gefallen oder eini-gen Nutzen davon zu ziehen / nur spotten/ mit denen sa-ge ick / wollen wir uns nicht einlassen.) Es stehen nein-lich sehr viele in der Meynung / als ob die Mathemati-sche Lehr-Art anß blossen Eirculn und Linien bestünde/und sehen also nicht ein oder wollen nicht einsehen/ daßsie nichts anders als eine Art oder Weise sey/ oachwel-cher hauptsächlich die Geometr* ihre Gedancken vondenen Dingen/ die sie andern vortragen wollen / odermit denen sie selbsten umgehen / hintereinander ordne»und miteinander verknüpffen: und ist also sehr unge-rermt/ wenn man dencken wolte/ alS ob diese Art derMathematik alleine zukäme. Denn in so ferne sich inrindern Wiffenschafften auch Wahrheiten finden / inso weit kan auch diese Lehr-Art darinnen mit Nutzen ge-brauchet werden. Mathematisch aber wird sie genen-net / weil sich derselben die Mathematici fast allein be-dienet haben/ und zwar mit solcher guter Wörckung/daß viele dadurch der Wahrheit überzeuget worden/wie nach dieser Lehr-Art die Wahrheiten nicht nurdeutlich/ sondern auch / welches das vornehmste ist/gründlich vorgetragen werden könne». Daher fie auchsolche in Erklärung anderer Wiffenschafften gebrauchethaben / von welchen allen wir aber nur drey/ Lockiun»
dc intellectu humano , Malebranchium in libro de in-quirenda veritate UUd Tfchirnhausium in (ipi»/r Medici-na mentis, jun» Exempel anführen wollen / als aus de-ren Schrifftenzur Genüge erhellet/ wie diese Lehr-Artauch in andern Wiffenschafften mit grossem Vortheiltonne angewendet werden. Und scheinet also von keinersonderbaren Wichtigkeit zu seyn / wenn einige be«
Haupte«