6 Alte Gesch. I) von den ältesten Zeiten
Es hatte Einwohner von ausserordentlicher Grösse undStärke, deren Lieblingsgeschäfft nur Jagd und Kriegwar. Weder zu ihrer Nahrung, noch zu Kleidungund Wohnungen kannten sie entbehrliche Bedürfnisse.Sie hatten sich zwar in viele Völkerschaften verthei-let; aber Land und Leute waren noch nicht so genau aneinander gebunden, daß man einem jeden TeutschenVolke seine gewisse stete Gränzen hätte anweisen kön-nen.
Unter diesen zahlreichen Teutschen Völkern, wel-che nur noch eine gewisse Gemeinschaft in Spracheund Sitten als Völker einerley Herkunft kenntlichmachte, mochte es schon geraume Zeiten hindurch gros-se Bewegungen gegeben haben, als endlich ein Theilderselben unter dem Namen Cimbern und Teutonenbis an die Römische Gränze vordrang, und nach ver-geblich gefordertem Stücke Landes vier Schlachtenüber die Römer gewann, bis endlich zwey Siege, die650 Cajns Marius V. <J. 6zo. bey Aix inProvence über652 die Teutonen, und 652. bey Vcrcellis über die Cim-bern erfocht, ihren ganzen Anschlag vereitelten.
§. 5 -
Vorn Cilnbrischcn Äricqe bis zum Tode Sonstantins des GrossenV. L. ÜZ 2 — c. ZZ7- (4ZY. Jahre.)
Vierzig Jahre hernach führte Ariovist von neu-em Teutsche Völker über den Rhein, um den Sequa-nern (in der heutigen Grafschaft Burgund) gegendie Aeduer (in Bourgogne) Beystand zu leisten. Erward aber von Cäsarn, der in Theilung der Römi-schen Provinzen mitPompejus und CrassuS das dama-lige Römische Gallien (Provence und Languedoc) zu696 seinem Antheile genommen hatte, V. Ö. 696. beyVisanz zurückgeschlagen, Worauf Cäsar ganz Gal-lien