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Kurzer Begriff der Teutschen Reichsgeschichte / vom geheimen Justitzrath Pütter zu Göttingen zum Gebrauche in seinen Lehrstunden
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8 Alte Gesch. I) von den ältesten Zeiten

sich z i r. zur christlichen Religion bekannte; wiewohldiese schon manche Abweichung von ihrer ursprüngli-chen Lauterkeit erlitten hatte, und jetzt mit grössererFreyheit auch noch grösseren Abweichungen ausgesetztwurde; obgleich an manche Erdichtungen späterer Zei-ten , als daß z. E. Constantin dem Römischen Bischö-fe den Kirchenstaat geschenkt haben sollte, damals nochkein Mensch gedacht hat.

§. 6 .

Don Constantms des Grossen Tode bis zur Errichtung -er Frän-kischen Monarchie 337-486. (149 Jahre.)

337 Unter Constantms Nachfolgern kam es gegendas Ende des lV. Jahrhunderts unter ganz anderenVölkern, von der Gegend des schwarzen Meeres unddes Donflusses her, zu solchen Bewegungen, daß vonHunnen verdrängte Alanen die Donau hinauf, und407 nebst Vandaliern und Sueven 427. über den Rhein,endlich 411. bis in Spanien zogen, von da die Van-dalier 428. nach Africa hinübersetzten, und 4z 5 vonValentinian dem lll. im Frieden erhielten, was dieRömer bisher daselbst gehabt hatten. Während derZeit blieben die Ostgothen vorerst in gewissen Verbin-dungen mit den Hunnen inPannonien sitzen; aber die409 Westgothen brachen erst 409. in Italien, hernach inGallien und Spanien ein , wo sie ein mächtiges Reichstifteten. Einen Theil von Gallien räumten die-412 wer 412. gutwillig den Burgundern ein. Einenandern Theil besetzten flüchtige Britten, in deren Va-449 terlande um 449. Sachsen, Angeln und Jäten sichfestgesetzt hatten. Aber erst nachdem die unter Attila451449. vorgerückten Hunnen 451. bey ChalonS an derMarne geschlagen waren, gewannen die Allemannieram Obcrrheine und die Franken am Nicderrheine mehr

Hoff-