2 ) Sächsische Römge. 919-1024. zz
nun nur mit Einschränkung auf sein Vaterland sichhätte angelegen seyn lassen, in Künsten, Wissenschaf-ten und Religion mehr Licht zu verbreiten, dem Faust-rechte Einhalt zu thun, bessere Sitten einzuführen,und noch zu retten oder herzustellen, was von Carlsdes Grossen Anstalten noch übrig oder seitdem in Ver-fall gerathen war. Aber unglücklicher Weise ließ sichOtto jetzt noch tiefer in die Geschäffte von Italien ein.
Von Johann dem Xll. wider Berengarn gereizt, schick-te Otto (956.) erst seinen Sohn Ludolf über die Al-pen (s 957-); hernach zog er selbst hin (960.), ließsich (961.) zu Mailand, und (962. Febr. 2.) zu Rom yürals Kaiser krönen; mußte aber, als er Berengarn inMonteferetro belagerte, wegen Untreue des PabstsJohannes des XII. nach Rom zurück. Nun ließ erzwar diesen seiner pabstlichen Würde entsetzen, undLeo den VIII. zum Pabste ernennen; brachte es auchendlich so weit, daß Benedict der V., der nach Jo-hannes Tode in dessen Stelle getreten war, nach Ham-burg, und Berengar nach Bamberg ins Elend wan-dern mußten. Allein damit brachte er fünf Jahre inItalien zu, und mußte gleich hernach (966-972.)noch einmal auf sechs Jahre dahin ziehen, da er nacheiner strengen Execution zwar Ruhe und Friede her-stellte, und seinen Sohn, Otto den II., dem schonvorher die Thronfolge in Teutschland gesichert war,als Mitkaiser ksönen ließ. Zuletzt zerfiel er aber we-gen Benevent und Capua noch mit dem GriechischenKaiser Nicephorus, mit dessen Nachfolger JohannZemisceS es erst zum Frieden kam, wovon unter an-dern die Vermählung jOtto des II. mit der GriechischenPrinzessinn Theophania (972.) eine Folge war. Her-nach konnte Otto zum Beschluß seines Lebens kaumnoch anderthalb Jahre in Teutschland zubringen.
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