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Kurzer Begriff der Teutschen Reichsgeschichte / vom geheimen Justitzrath Pütter zu Göttingen zum Gebrauche in seinen Lehrstunden
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z) Fränkische Aönigc IO24.-H2s. 4k

Auch mit den Teutschen Herzogthümern verfuhrHenrich anders, als man es bisher gewohnt war.Nicht nur Franken, wo seine Vorfahren selbst Herzogegewesen waren, blieb noch ohne Herzog, sondern auchdas Herzogthum Karnthen ließ er nach des HerzogConrads Tode (fiozA.) ins achte Jahr unbesetzt, biser es endlich 1047. an Wels den III. vergab (c).Den Herzog Conrad von Baiern, den er 1049. zudieser Würde befördert hatte, setzte er rosz. wegenStreits mit dem Bischöfe von Regensburg ab, undseinen eignen unmündigen Prinzen Conrad (geb. !Os2.s ros6.) an dessen Stelle, nach dessen Tode er diesesHerzogthum gar seiner Gemahlinn Agnes überließ.Nach dem Tode Herzogs Gozelo (^1044.), der bei-de lothringische Herzogthümer gehabt hatte, ließ erzwar geschehen, daß demselben seine beide Söhne,Gozelo der II. in Niederlothringen, und Gottfried irrOberlothringen folgten; er entsetzte sie aber auch baldwieder, und vergab Niederlothringen 1046. an Frie-drich von luxenburg (f io6s.) und OberlolhrittgenIO47. an Albrecht von Elsaß (f 1048.) , hernach andessen Bruders Sohn Gerhard (ä). Dagegen mach-te Gottfried sich zwar in Italien eine neue Parthey,indem er sich 1054. mit der dortigen verwittwetenMarggrafinn Beatrix vermählte, deren voriger Ge-mahl Bonifacius, Marggraf von Toscana und Be-sitzer von Mantua, Modena, Reggio, Ferrara, 10x2.mit Hinterlassung einer einzigen Tochter Mathildis(geb. 1046.) gestorben war. Der Kaiser zog abereben deswegen lass. noch einmal nach Italien, undnöthigte die Herzoginn Beatrix ihm selbst nach Teutsch-land zu folgen. Nur der Tod unterbrach zu früh,

was

(c) Meine tsl,. gen. IV.

(ä) 1'sb. XXI.