4» Mittl. Gesch. I) bis aufRud. I.
was sonst noch weiter von ihm zu erwarten gewesenseyn möchte.
§. 2s.
Hennch der iv. (alt 6 — 56.)isZ6. Oct. 5 — n-sü. Aug. 7. ( 5 ° Jahre).
rozS ^ UeberHenrich den IV., dem sein Vater schon isz z.die Thronfolge hatte versichern lassen, übernahm seineMutter, die verwittwete Kaiserinn Agnes, die Vor-mundschaft, und vergab auf guten Rath des PabsteSVictors des II. das Herzogthum Niederlothringenwieder an seinen vorigen Besitzer, Gottfried, dasHerzogthum. Baiern an den Grafen Otto von Nord-heim, Schwaben (1257.) an Rudolf von Rheinfelrden, und Kärnthen (1062.) an Berthold vonZahrinrgen. Aber unter Victors Nachfolger (2), Stephanchem IX., bekam schon ein gewisser Hildebrand zu Rom(nachherigcr Pabst GregoriuS der VlI.) den größtenEinfluß in die Angelegenheiten des päbstlichen Stuhls.Auf dessen Betrieb ward nach Stephans Tode (fios8- März 28.) an statt des in seiner Abwesenheitgowehlten BenedictS des X. vielmehr NicolauS der II.zur päbstlichen Würde befördert, und von diesem so-wohl die Pabstwahl auf einen andern Fuß gesetzt, alsgegen Simonie und Priesterehe geeifert, auch dieNor-mchinische Colonie in Apulien undCalabrien inö päbst-lliche Interesse gezogen; alles in der Absicht, um beyso günstigen Zeitläuften das Uebergewicht des geistli-chen Standes über den weltlichen und die päbstlichemonarchische Gewalt über die ganze Christenheit aufder Jsidorischen Grundlage vollends, bis zum höchstenGipfel zu führen. Dawider ergriff zwar die Kaise-rinn
(s) Victor der ll. starb schon den s8. Iul. 1057.