§. si. Ferdinand der II. 1619-16^7. m
des inzwischen an einer Wunde verstorbenen GeneralsTilly Stelle von neuem das Commando bekommenhatte. Hernach zogen sich beide Hauptheere (1692.) l6Zrbey Nürnberg, ohne daß eines dem andern etwas ent-scheidendes anhaben konnte. Aber als Wallcnsteinden Krieg wieder in Sachsen zu spielen suchte, ver-kehr er die Hauptschlacht bey süßen (i6z2. Nov. 6.),obgleich Gustav Adolf gleich anfangs dabey ums se-hen kam.
Bernhard von Weimar, der jeßt die königlicheArmee commandiere, befreyte noch in eben dem Jahreganz Sachsen von kaiserlichen Kriegsvölkern, undbrach im Frühjahre i6zz. in Vereinigung mit Gu-l6zzstav Horn von neuem in Baiern ein. Es kam auchunter Direction des Canzlers Oxenstiern, dem wäh-render Unmündigkeit der Königinn Christina die Teut-schen Sachen anvertrauet waren, am i z. Apr. i6zz.ein Bündniß der vier oberen Kreise Franken, Schwa-ben, Ober-und Nieder-Rhein, mit derKrone Schwe-den zu Stande, deren Kriegsvölker und Bundsge-nossen vorerst noch überall im Vortheil blieben. Alleinder junge König Ferdinand, der an des inzwischen er-mordeten WallensteinS Stelle zur Armee gekommen war,hatte endlich das Glück, den Herzog Bernhard vonWeimar, als derselbe Nördlingen cnseßen wollte, 1654
(1634. -H^) dergestalt zurückzuschlagen, daß die
Schweden gleich bis in die Wetterau, und im folgen-den Jahre gar bis in Pommern zurückweichen muß-ten, und daß es hingegen mit Chursachsen zu Pirna(1634. Nov. 22.) zu Präliminarien, und zu Prag<i6zs. Jul. iO.) zu einem sehr nachtheiligen FriedeniöZZkam, worauf selbst Sachsen gegen Schweden feind-lich zu handeln anfieng.
Doch