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Kurzer Begriff der Teutschen Reichsgeschichte / vom geheimen Justitzrath Pütter zu Göttingen zum Gebrauche in seinen Lehrstunden
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t 14 Neuere Gesch. I) bis zum westph. Fr.

Jedoch eine Niederlage, die den Franzosen beyDüttlingen beygebracht wurde (164z. Nov. 14.), undTorstensons plötzlicher Einbruch in Holstein (164z.Dec.) legten den Friedcnshandlungen neue Hindernis-se in Weg, bis das Glück der Schwedischen Waffen,sowohl gegen Dänemark als von neuem in des KaisersErblanden, endlich die Eröffnung des CongreffeS zu1645 Münster und Osnabrück (1645. Apr.), und, nachAnkunft des Grafen von Trautmannsdorf (164s.Nov. is.), etwas mehr Fortgang in den Geschafftenzuwege brachte. Dennoch mußte noch in drey Feld-zügen der anhaltende Fortgang der Schwedischen Waf-fen unter Wrangel, und der Französischen unter-renne, insonderheit mit wiederholtem Einbrüche inBaiern, und noch zuletzt mir Eroberung der kleinenSeite von Prag, der Sache den nöthigen Nachdruckgeben, um endlich den Frieden zum völligen Schlüssezu bringen.

Bey den Friedenöhandlungen war ausser den ein-heimischen Teutschen Sachen auch die Sache der ver-einigten Niederlande mit der Krone Spanien zu schlich-ten , worüber zu der ersteren Vortheile der Friede zu1648 Münster schon den M Jan. 1648. gezeichnet wurde.So hatte auch schon den 14. May 1647. die Schwei-zer Eidgenossenschaft mit Bewilligung des Reichs einkaiserliches Decret erlanget, um im Besitze ihrer völ-ligen Freyheit geschützt zu werden, worüber hernachein eigner Artikel sowohl im Münsterischen als Oöna-brückischen'Frieden eingerückt wurde. Hingegen dieStreitigkeiten der Krone Spanien mit Frankreich undPortugall, und der Krone Frankreich mit Lothringensah man sich genöthiget, gänzlich zurückzusehen. Dochmußte der Kaiser im Münsterischen Frieden versprechen,weder der Krone Spanien noch dem Hause Lothringengegen Frankreich Hülfe zu leisten.

Mit