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Kurzer Begriff der Teutschen Reichsgeschichte / vom geheimen Justitzrath Pütter zu Göttingen zum Gebrauche in seinen Lehrstunden
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§. sz. Leopold 1657-1705.

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mit dem zu Coppenhagen (1660. May 27.), daSchweden unter andern Liefland erhielt, und für Hol-stein-Gottorp die Unabhängigkeit des HerzogkhumSSchleswig durchsetzte, das Haus Brandenburg aberdie Unabhängigkeit des HerzogkhumS Preussen befesti-get bekam. Ein unter dem Namen der RheinischenAllianz (1658- Aug.) von einigen Ständen unter sichund mit Schweden und Frankreich geschlossenes Bünd-niß ward (1660. Aug. zi.) noch auf drey Jahre ver-längert , ohne daß es weitere Folgen hatte. Nur derBischof Bernhard Christoph von Münster fand nochMittel, die Stadt Münster, die er 1657. schon ein-mal vergeblich belagert hatte, (1661. März 29.) mitOesterreichischer und Französischer Hülfe völlig unterseine Bormassigkeit zu bringen.

löür

Ein Türkcnkrieq, worinn sich um diese Zeit derKaiser wider seinen Willen verwickelt sah, gab Anlaß,daß an statt der Reichsdeputation, die auf Veranlas-sung des jüngsten Reichsabschiedes seit 1655. zuFrank-furt im Gange war, i66z. wieder eine allgemeine lü6zReichsversammlung zu Regensburg eröffnet wurde.Darauf nahm zwar der Türkenkrieg ein unerwartetbaldiges Ende. Aber die zugleich vorgenommenenBerathschlagungen über die beständige Wahlcapitu-lation zogen sich so in die Länge, und es gab immersoviel neuen Stoff zu Berathschlagungen, daß es sichallmälig zu einer immerwährenden Reichsversammlunganzulassen schien. Gleich in den ersten Jahren ereig-neten sich verschiedene Vorfälle, die ihre Aufmerksam-keit auf sich zogen; als die Churmainzische Ueberwäl-tigung der Stadt Erfurt 1664.; der Streit zwischenChurmainz und Churpfalz über das Wildfangsrecht( i66s- 1667.); eine Successions-Jrrung der beidenBrüder, Georg Wilhelms und Johann Friedrichs,

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