,22 Neuere Gesch. II) nach dem Westph. Fr.
vom Hause Braunschweig-Lüneburg (166s. März is-Sept. 2.); ein Krieg, den der Bischofvon Münsterwegen Borkeloo mit den Holländern anfieng (166s-1666. Apr. 9.); und endlich die Anfechtung, worinndie Städte Bremen, Cölln und Braunschweig wegenihrer Freyheit geriethen, worinn die letztere endlich denkürzern zog. Von dieser Zeit fieng es auch in Teutsch-land an merklich zu werden, daß verschiedene Reichs-stände Anstalten dazu machten, auch in Friedenszeitenstehende Kriegsheere zu unterhalten.
Der Türkenkrieg hinterließ doch noch übleNach-wehen, da in Ungarn ein öffentliches Mißvergnügenausbrach, das den Kaiser nöthigte ein beträchtlichesKriegsheer daselbst zu halten. Auf der andern Seitekonnte es dem Kaiser nichts weniger als gleichgültigseyn, als Ludewig der XIV. nach seines Schwiegerva-ters Philipps des IV. Tode erst unter dem Vorwandedes Brabantischen DevolnrionsrechtS die SpanischenNiederlande, und, nach deren durch eine Tripelallianzder vereinigten Niederlande mit Engelland und Schwer1672 den bewirkten Rettung, demnächst die Holländer an-griff, ohne daß diese anfangs weiteren Beystand alsnur von Churbrandenburg hatten. Endlich kam esüber einige von Französischer Seite selbst auf Teut-schem Boden ausgeübte Feindseligkeiten zum Reichs-kriege gegen Frankreich, und, nachdem sich Carl derX>. von Schweden verleiten ließ eine Diversion imBrandenburgischen zu machen, auch mit vorzüglichglücklichem Fortgange gegen Schweden. Aber aufeinem zu Nimwegen angestellten Friedenskongresseschloß Frankreich erst besonders mit den Holländern1673(1678- Aug. io.) und mit Spanien (1678. Sept.17.). Hernach schloß auch der Kaiser, ohne weitereRücksprache mit dem Reiche zu halten, nicht nur mit
Frank-