§. 57- Franz der I. 1745 - 176s. ,41
DerReichshofrarh verfuhr dagegen nach den Ge-sehen vorn Landfriedensbruch, und mit Mehrheit derStimmen beschloß der Reichstag (17s?- Jan. 17.) 1757einen Reichsexecntionökrieg, zu dessen Unterstützungvon Französischen, Schwedischen und Russischen Hülfs-Heeren grosse Hoffnung gemacht wurde. Aber einHauplsieg bey Prag 0757 - May 6.) schien schon dieganze Sache beynahe zu entscheiden, als nur ein vornGrafen von Dann den 18. Jun. zurückgeschlagenerAngriff bey Collin den König ausser Stand setzte, sichlänger in Böhmen zu hallen, noch auch zu verhindern,daß die Franzosen in OstfrieSland, in Hessen, undnach einem Treffen bey Hastenbeck (Jul. 26.) tieferin die Churbraunschweigischen und herzoglich Braun-schweigischen Länder eindrangen, daß die Russen mireinem Treffen bey GroßjagerSdorf (Aug. zo.) sichvom Königreiche Preussen Meister machten, daß dieSchweden in Pommern und in die Uckermark einbra-chen , und daß ein Reichsexecutionsheer um Sachsenzu bcfreyen bis in Thüringen vorrückte.
Doch zwey Siege, die der König den s. Nov.1757. über die Reichsarmee und über die damit ver-einigten Franzosen bey Roßbach, und den s.Dec. überdie Oesterreichische Hauptarmee in Schlesien bey Leu-then erfocht, nebst neuen Unternehmungen des PrinzenFerdinands von Vraunschweig, der nach rückgängiggewordener Convention von Klosterseven die BefehlS-habung der Mitten Armee übernahm, und die Fran-zosen nicht nur über die Weser und den Rhein zurück-nöthigte, sondern auch noch bey Creveld schlug (1758.17z»Jun. 2z.), gaben der ganzen Sache wieder ein an-der Ansehen, zumal da nunmehr (i7s8-Apr.) demKönige in Preussen auch Englische Subsidien bewilli-get, und im Jul. i7s8- Englische Hülfövölker zur al-liieren Armee geschickt wurden.
Nur