142 Neuere Gesch. I!) nach demwesiph. Lr.
Nur die im May 1758. angefangene Belage-rung von Olmüh mußte der König den 2. Jul. 17s 8.aufheben, und, wahrend der Zeit, daß ein Gefecht,das den 2z. Jul. bey Sandershaufen zum Vortheileder bis dahin von neuem in Hessen vorgerückten Fran-zosen ausfiel, den Prinzen Ferdinand bewog über denRhein zurückzugehen, schlug zwar der König den 25.Aug. die Russen bey Zorndorf, ward aber auch deni4.Oct. wieder bey Hochkirchen vom Grafen von Darmgeschlagen, wiewohl ohne dadurch seine bisherigeVor-theile in Sachsen und Schlesien zu verliehren.
r?Z 9 Auch im Feldzuge 1759. gewann Prinz Ferdi-nand, nach einem den iz.Apr. fehlgeschlagenen An-griffe bey Bergen, den 1. Aug. eine Hauptschlachtbey Minden, deren Verlust die Franzosen bis Giessenzurücknöthigte. Aber der König in Preussen verlohrden 12. Äug. ein Haupttreffen bey Kunnersdorf ge-gen die Russen, und ferner den 4. Sept. den Besitzvon Dresden, und den 20. Nov. ein ganzes Corps
1760 Maxen. Worauf 1762. noch der Verlust einessolchen Corps unter dem General Fouquet bey Lands-hur (Jun. 2Z.), und der Festung Glatz (Jul. 26.)erfolgte. Doch in eben diesem Feldzuge siegte der Kö-nig wieder bey kiegnitz (Aug. is.), und bey Torgau(Nov. 4.). Und die Französische Armee rückte zwar
1761 bis Caffel und Göttingen vor. Sie ward aber auchin den folgenden Feldzügen durch die Treffen bey Vil-lingshausen (1761. Jul. is. 16.), und bey Greben-stein (1762. Jun. 24.) von allem weiter» Vorrückenabgehalten, und endlich bis über die Ohm zurückge-nöthiget.
Der König in Preussen verlohr hingegen 1761.(Sept.zo.) Schweidnitz und (Der. zo.) Colberg.
Er