20 Der Morgen.
Auch streut sHo der Morgen aus Schneegestöbern und Nebeln 'Bunte Hecrden von Hämmerlingen über den Hof aus.
Fröhlich wallet das Herz dem Knaben beym Anblick der Vogel,
Die mit güldenen Farben zu Nachstellungen ihn reizen.
Auch der Rabe kömmt i'Ht von den verstöberten Feldern,
In dem wärmeren Hofe des Landmanns sich Nahrung zu stehlen.
Er irrt unter den Hühnern und Tauben, die oftmals den FremdlingVon sich scheuchen, und hacken; der gern die Beleidigung hinnimmt,Bis er ein Bein erhäscht, und flatternd zum Dache sich aufschwingt,Wo er nun in sicherer Ruh den Diebstahl benaget»
Aber mahle vielmehr, o Muse, den Morgen des Frühlings,Oder des güldenen Sommers, da seine holdseelige HerrschaftSo sehr nah mit dem Reiche des blumichten Lenzes verwandt ist.Und verlaß noch nicht die Anmuth der streifichten Landschaft,
Denn noch schläft die Stadt mit allen ihren Getümmeln.
Siehe! dir winket ein glückliches Haus. Mit schimmernden FensternStralt es weit in die Haide dem frühen Wandrer entgegen.
Eine Säule von Rauch steigt aus dem zierlichen SchorsteinDick in die Wolken auf, mit der Levante Gerüchen beladen,
Und verkündigt die Wohnung des Herrn des glücklichen Dorfes,
* Mittlerweile, daß seinen Hof die blöckenden HeerdenHintereinander sich drängend verlassen, und starke Gespannt
Mun-