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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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Der Abend.

Als die Gefilde des Himmels in aller Herrlichkeit stralen.

Mit dem letzten prächtigsten Pompe fahret die SonneDurch die schimmernden Felder des Aethers, und taucht schon die RäderIhres glänzenden Wagens in die sie empfangenden Wellen.

Noch erheitert ihr holdes Gesicht den blühenden.Erdkreis;

Ungern scheint sie Abschied zu nehmen, und sieht oft zurücke,

Wie mit eidem Auge voll Sehnsucht, nach ihrem Gebiete,

Welches hinter ihr, so wie sie weicht, der Abend erobert.

Und auf einmal gerathen die Vogel des Himmels in Aufruhr,

Als wenn eine Posaune das Zeichen zum Aufbruch gegeben.

Alsobald steckt die Abendröthe das Purpurpanier auf,

Welches sich weit entfaltet, und in den Himmel hrnabströmt.

Alles bricht auf, und sucht die alte sichere ZufluchtVor der drohenden Nacht, die schon im Hinterhalt lauert.-Schreyende Schaaren von Kibitzen steigen mit silbernen Flügeln-Von dem sumpfichten Moor, und kehren sich gegen die Sonne.

Laute Züge geschwätziger Dohlen begeben sich eilendNach der dampfenden Stadt, und lassen flatternd sich niederAuf das einsame Kirchdach; oder sie suchen die MauerDes verfallenen Thurms, von dessen kahlen RuinenTraurig das fremde Gebüsch zum fernen Erdreich herabgrünt.

Ihnen folgen in kleinern Haufen mit. stillerem ZugeErnsthafte Krähen, die auf dem wärmern Rücken des DachesKopf bey Kopf sich setzen , und lange Nächte verschlummern.

Alles andre Gefieder sucht nun entweder die ZufluchtIn dem sichern Gebüsch, und in den dornreichen Hecken;

Oder