72 Der Abend.
Oder in hohlen Bäumen, und aufgeborstenen Felsen.
Nun ist Wald und Feld' auf einmal öde von Sängern;
Rund herum schweigen die grauenden Wälder in längerer Pause;Selber die Luft ist einsamer, und entvölkert geworden,
Und scheint weit umher bloß eine traurige Wüste;
Nur daß hier und da der melancholische RabeMit dem schweren emsigen Fittig nach moosigken EichenSeine Reise beginnt, und in der letzteren DämmrungZu dem einheimischen Teiche die wilde Ente zurückkömmt.
Und nun giebt die Sonne noch einen Blick und verschwindet.
Ihr Gefolge, die leuchtenden Farben verweilen noch etwasUeber der dämmernden Erde; doch nimmt das Abendroth endlich -Seine Fahne hinweg, und steckt die Standarte des Abends.
Aus die Zinne des Himmkls; sie wirft den dichteren SchattenUeber die ganze Natur; ein grauer Vorhang fälst nieder,
Und das bunte Theater des Tages verändert sich plötzlichIn viel blässere dunkele Scenen, viel tiefer schattiret.
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In der tumultvollen Stadt ist alles in Eil und in Aufruhr.Wagen auf Wagen rollen heraus mit donnernden RädernUeber die langen Brücken, die unter dem Fußtritte dröhnen.
Wolken von Menschen dringen herein; ein buntes GetümmelWallet unter den Thoren; ein summendes lautes GetöseTausend verschiedner kreischender Stimmen, vom Wiehern der PferdeFürchterlich wild untermischt, verwirrt und betäubet die Ohren.
Rette