Der Abend. 7z
Nette dich aus dem Getümmel der Stadt, und dem rasenden lärme,Welcher die rauschenden Freuden in stolzen Mauern begleitet!
Durch das wilde Gedränge wardst du aus wimmelnden ThorenWie von tobenden Wellen an treues Ufer geworfen.
Außer der Stadt empfängt dich das Feld mit offenen Armen;
Aus der geruhigen Landschaft lacht dir die Anmuth entgegen.
Und wo könnte die Muse mit größter Befriedigung ruhen,
Als, o Riddagshausen, in deinen holden Gefilden?
Siehe! wie ruhig liegt es in tiefer Stille versunkenRund herum stehn vom Wind unbewegt die schweigenden Wälder,
Lind im dunkelsten Grüne liegen die thauigten Wiesen.
Ueber den Teichen schwebet kein Wind; wie trübere SpiegeLLiegen sie still und silbern weit in die Felder verbreitet.
Mit ehrwürdigem Anschn steht das einsame EtosterIn dem sichern Schooße der Wälder; und Birken und LindenLassen es fern vom Geräusch in ihren Umarmungen ruhen.
Ernsthaft winkt es dir zu. — Mich dünkt, ein heiliger SchauerWandelt aus alten Mauern, welcher mich mächtig ergreifet,
Und mit zaubernder Kraft mich hin zu der Einöde leitet.
Folge dem stillen Gedanken, und geh in einsamen GängenAn den Teichen einher, in süssem Tiefsinn versunken;
Wo der melancholsche Wacholder die zackigten ZweigeNach dem weiblichen Baume mahlerisch traurig herabhängt.
Oder sind dir Gedanken von ernsthafter Art nicht zuwider,
Und erschrickt nicht dein Herz, die Freuden der Stadt hier zu prüfen rO so bezieh dich in prachtlose Mauern, und athme begierig
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