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Der Abend.
Ob dir gleich die todte Tapete die Landschaften nachäfft,
Und ein munterer Wald an deinen Wänden sich ausstreckt.
Eine ganz andre Tapete, mit hohen lebendigen Farben,
Hat die prächtige Witur auf jede Wiese gebreitet;
Jedes Ufer des Baches mit Blumenfchmelze gesticket,
Und die frischesten Wälder, um fruchtbare Hügel gezogen.
Widersteh nicht dem Triebe, die Freuden des Landes zu schmecken;Folge den frischen aromatschen Gerüchen des Abends,
Die der Flügel des Westes vor deinem Fenster vorbeyführk.
Eile tief in das Land; und folg' entweder dem Feldbach',
Welcher mit krummen Mäandern still in die Wiese hinabfließt;Oder geh in den innersten Forst, wo stark, wie Orangen,
Und gesunder dem Haupte, die blühenden Waldkräuter duften.Nimm auch manchmal den Weg zu jenem lächelnden Hügel,
Den dir die einzelne zackigte Tanne von fern her bezeichnet.
Laß die Blicke von da weit in die Landschaften laufen,
Die mit den lezten Stralen die Abendsonne vergüldet.
Welch ein heitrer Prospekt! — Tief in dem freundlichen SchuheHoher Linden und Ulmen liegen gesellige Dörfer.
Wie von flüßigem Golde blitzet das Fenster im Kirchdach,
Und der Meyerhof guckt nur halb aus dem dicken Gebüsche.
An der andern Seite dehnt sich die prächtige Stadt aus.
Und läßt ihre prangenden Thürme die.Wolken begrüßen.
Einzeln weidende Rosse, und blockende Heerden von Schafen;
Halb im Moore watende Kühe, vom Stiere geleitet;
Alles mischt sich untereinander in froher Verwirrung,
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Eine