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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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. - Die Nacht.

Aber über ihr leuchtet der Vorsicht gnädiges Auge,

Welches nie schlummert, und ißo den dienstbaren englischen SchnurenUeber die Unschuld und Tugend besonders zu wachen gebietet.

Auf dem Gipfel des Berges sieht oft die fromme BegeistrungIhre feurige Wagenburg glänzen; von brennenden Schilden,

Und von himmlischen Waffen schimmern die sichern Gefilde.

Sie durchwandeln in stillen Legionen die Landschaft ;

Schnelles panisches Schrecken geht an der Spitze des Vortrabs,Welches den Bösewicht faßt, sein Haupthaar auswärts ihm sträubet,Und mit Schlangen ihn peitschet, die schnelle Flucht zu ergreifen.Da indessen der muthige Mann, mit festem VertrauenAus die englischen Wachen, m seinem Berufe dahingeht;

Einsam durch die Finsterniß wandelt; und über die Haide,

Oder im dicken Gehölze mit einem ermunternden LiedeSich den langen Weg verfinget, und sicher und glücklichSeine Heimath erreicht; sein Weib umarmet, und küsset,

Und die Bewillkommung stammelnden Kinder um sich versammelt.

Niemals herrschet die Nacht mit einem schwereren ZepterAls im traurigen Winter, in dem sie zwey Theile des TagesUnter die lange Regierung gezwungen. Wie fürchterlich schüttenAlle dann loßgelaffenen Stürme die strömenden UrnenUeber die Erde herab durch dicke Cimmerische Nächte.

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Undurch-