8
Erster Brief.
weiß, im vorigen Jahrhundert weit betrachtli-cher gewesen ist, als er in unsern Zeiten seynkann.
Allein, gesetzt auch, das Bierbrauen hatte,ohne anderweitige Unterstützung, unserm He-veliy alle gewünschten Vortheile hinreichendverschaffen können; war 6 ihm denn darumschimpflich, Geschenke und Gnadengelder vongrossen Herren anzunehmen, und in so fern den-selben verbindlich zu werden? Oder gereichteihm das nicht vielmehr zur ausnehmenden Freu-de und Ehre? Dieser grosse Mann, sagen Ew.W** selbst (mit Beziehung auf die persönlichvon ihm besorgte Versendung des wegen seinerGüte so berufenen Jopenbierö) war weit vonallem Stolz entfernt —- als ob Er in diesemPunct einer. Apologie gegen mich bedürfte. Undgleichwohl sollte eben dieser Mann sein ganzesindisches Glück blos darum sich selbst haben ver-danken wollen, damit er nur niemand verbind-lich werden dürfte? Heißt das nicht, auf der an-dern Seite, den Verdacht des Stolzes ihm zu-ziehn, wenn man aus diesem Grunde behauptet,er sey kein Pensionair grosser Herren gewesen?Das wollen aber Ew. W** doch gewiß so we-nig als ich.
Was Sie indessen glauben, aus Gründenleugnen zu können, will ich aus entgegenstehen-den unwiderleglichen Gründen darthun. He-velrus hat Pensionen und Geschenke von Mo-narchen und Fürsten erhalten — aller Einwen-dungen ungeachtet- die seine älteste Frau Toch-ter,