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Dritter Brief.
gehört oder gesehn. Andre Leute müssen alsomehr wissen als sie. — Und ich gesteh' es gargern, das Nichtwissen, oder Nichtwissen Wol-len der Familie in dieser quästionirten Sache,würde frappant seyn, wenn ö in der That soweit, als Ew. W** es glaubend zu machen su-chen, gegangen wäre. Allein ich halte dafür,-aß irgendwo in der oft gerühmten Traditioneine Lücke befindlich seyn müsse, und nur Heve--lii spatere Nachkommen vielleicht, erst habenin Vergessenheit gerathen lassen, was seinenKindern und Zeitgenossen gar nicht unbekanntwar. Die neulich von mir angeführten gedruck-ten Zeugnisse darüber, liegen ja vhnedieß vorjedermanns Augen. Und wenn diese noch«icht hinreichend sind — nun so will ich einneues Ihnen vorlegen, das alle bis dahin bey-gebrachten weit überwiegt; zu einem auffallen-den Beweise, wie höchst unzuverlässig zuweilenFamilienüberlieferungen seyn können — und wiegar unbedeutend die negativen darunter inson-derheit sind.
Ich habe' jetzt die, unter den nachgelassenenPapieren unsers ruhmwürdigen und zu früh ver-ewigten IVernsdorfs, gefundne Originalver-stcherung *) in Handen, vermöge welcher Kö-nig Johann -er Dritte in den ehrenvollestenAusdrücken, Hevelio eine jährliche Pensionvon tausend Gulden, auf Lebenslang be-stimmt. Sie ist, während des AufenthaltsSr. Majestät hier in Danzig 1677. den r r
Orto-
*) Verlage L.