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Vorrede.
Königl. Maj. zu Dannemark Norwegen zu Dero FürstlichHolsteinGlückstäd-rischen Comitialgesandten auf dem deutschen Reichstage ernennet wurden, sobegleitete er Dieselben sowohl an den dänischen Hof nach Kopenhagen, als auchhernachmals nach Regensburg. Er blieb nach zurückgelegten Reisen bey demältesten Freyherr»,- dem Kdnigl. Großbritann. Kriegs-und Schatzrathe vonBernstorf. Die freygebige Gnade desselben befreyete ihn von allen ängst-lichen Nahrungssorgen, und beyde Herren Bruder bestimmten ihm lebenslangeinen ansehnlichen Gehalt zur Belohnung feiner in so vielen Jahren bewahrtenTreue., Sie vertraueren seiner klugen Besorgung nicht nur die zahlreicheBernstorsische Büchersammlung, wie auch das Münz- und Naturalienkabinet,sondern auch alle übrlge wichtigste Angelegenheiten ihres hohen Hauses mit zu-versichtlicher Gewißheit an. Und welch eine anhaltende Glückseligkeit meinesFreundes, daß er sich bey allen seinen Beschafftigungen mit der vollkommenenZufriedenheit seiner hohen Wohlthäter beruhigen können!
Wir würden uns sehr betrügen, wenn wir die beneidenswürdig Vortheil-hafte Bequemlichkeit, deren MlMel' bey seiner Lebensart genossen, mit einemlasterhaften Müßiggänge vergleichen wollten. Die Liebe zu den Wissenschaf-ten entfernet ihre Verehrer von aller falschen Ruhe. Mein Freund hatte schonauf seinen Reisen den Anfang gemacht, eure eigene Handbibliothek zu sammle»,welche so auserlesen als kostbar war. Sie enthielt einen mit kluger Wahl zu-sammen gebrachten Vorrath von gründlichen und zum Theil seltenen Schriften.Unter diesen Todten lebte er am vergnügtesten, nachdem er als ein ehrlicher Ha-gestolze alle weibische Zärtlichkeit aus stillem Gemüthe glücklich verbannet hat-te (*). Er hatte insbesondre diejenigen Schriften lieb gewonnen, welche unsdie Schatze des Reichs der Natur in ihrer reizenden Schönheit vor die Augenmalen. Er hielt nämlich dafür, daß diese Besthäfftigrmg einem wahren Gelehr-ten am alleranständigsten sey, wenn er in der Stimme der Natur seinen Schö-pfer
(*) Es war nöthig, daß ich die Leser voll der sie» Reisen und in den Keltischen AlterthümernGabe der Enthaltung meines Freundes unter- a. d. 147 S. einige schalkhafte Anmerkungen ge-richtet, mußte. Er hak i» seinen Schriften hin macht, die man von niemand anders, als vonund wieder z.B. in dem 4§sten Briefe dieser neue- einem Hagestolzen vermuthen durste, und die
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