Band 
[Erste Abtheilung.]
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Person und Gemüthsneigungen. i?z

gedienet, und daher wolle er stets Leute von solcher Familie unter seinen Truppen haben.Hiezu fügte er die sehr gnädigen Worte: Les stunt n^s scmimen8 öe ceux äe mon bis,nouL le» infioirerons au Ouc Der König hat sein Wort gehalten: und scheint

es, daß nach dem Absterben des itzigen Obersten abermals sein Vetter von Schulenburg (dersich indessen Herr von Falkenberg von seinem Gute nennt, damit nicht zween Officiere einesNamens bey einem Regiments seyn) ihm in dem Commando dieses Regimentes als der vier-te Schulenburg folgen werde, weil vor diesen dreyen der in venetianischen Diensten stehendeGeneralfeldmarschall von Schulenburg es gleichfalls schon gehabt hat.

Noch etivgs, so billig hieher gehöret, ist erst vor wenig Tagen vorgefallen. Der ^bbeLomte cie Luuico, ein sinnreicher Kopf, war ehemals in ein sehr freyes und unordentlichesLeben gerathen, hatte aber das Glück, daß er bey Gelegenheit eines starken und unanständi-gen Jächzornö, zu welchem er beym Verluste im Spiele war verleitet worden, in sich gieng,und seine Aufführung zu ändern beschloß. Zu solchem Ende verließ er sein Vaterland Ca-sale, begab sich nach Rom, miethete da ein kleines Haus, und entzog sich allen Gesellschaf-ten, welche ihm seinen vorigen Wandel als erlaubt oder angenehm wieder hätten vorstelligmachen können. Dafür fing er an, sich mit Fleiße auf Wissenschaften zu legen, mit einemgeringen Einkommen vergnügt und in Summa über zwanzig Jahre lang also zu leben, daßer jedermann zum Muster eines guten Wandels dienen konnte. Indessen wurde seiner inseinem Vaterlande wenig mehr gedacht: und niemand wird sich verwundern, daß er bey sobewandten Umständen am Hofe gänzlich in Vergessenheit gerathen war, als vor etlichen Ta-gen der König ihn unvermuthet zum 6ranä-Vicairo des Erzbischofs ernennte, und dem Mar-quis von Rostgnan, so nach Hofe kam, um dem Könige für die seinem Bruder ertheilte Gna-de die Hand zu küssen, folgende Antwort gab: im8 bleu aile, gue je pui« käire guelgue

plailir ä votre krere, nmis je me plains clc- von», cle in' avoir ll loiiA temps criebe, gue vousave8 Nil krere ä' un st Arau6 inerite; il kalbn gue je le cieterralle mo^ nssiue.

Dem scharfsinnigen Verstände des Königs hat man zu danken, daß in diesem itzigenJahre das ganze Land nicht mit Traumereyen von Hexen und Besessenen angefüllet worden.Ein junges Magdchen in Turin c) wurde mit aike<ssloiübu8 bvüericis beschweret, welchean ihrem Körper vielerley Bewegungen, die übernatürlich schienen, hervor brachten. DieJesuiten, so auf alle Gelegenheiten, sich mit etwas hervor zu thun, ein wachsames Auge ha-ben, steckten sich bald dahinter, gaben teuflische Besitzungen vor, und brachten zweene Aerzteauf ihre Seite, welche bezeugten, daß wider dieses Uebel in ihrer Kunst kein Mittel zu su-chen oder zu finden sey. Man fing darauf Beschwörungen an, und unterrichtete das Magd-chen in demjenigen, was sie noch nicht wußte, um den Betrug besser zu spielen. Die Sachemachte großen Lärmen, das Volk lief häufig zu, die alten Mährchen von Hexereyen wurdenwieder auf die Bahn gebracht, und hie und da kamen schon mehrere Leute zum Vorscheine,welche bezaubert oder besessen seyn wollten. Hiewider regte sich D. R. - -, glaubte, es giengemit dem besessenen Mägdchen alles natürlich zu, und behauptete die Grundsätze, welche ihmin Holland und England, allwo er sich etliche Jahre aufgehalten hatte, waren eingeflößetworden. Die Jesuiten schalten ihn als einen Ungläubigen, der durch den Augenschein ohn-fehlbar müßte widerleget werden. Er gieng mit ihnen, stellte sich unter ihrem Bethen und

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sigsten Stücke der Europäischen Fama einverlei- nicht allerdings gemäß sind: so hat man für nö-bet worden. Weil aber durch die Freyheit, wel- thig erachtet, solches hiemit anzudeuten, damitche sich der erste Uebersetzer genommen, verfehle- dem Verfasser nicht etwas beygemessen werde,dene Umstände eingeflosscn, welche der Wahrheit woran er keinen Theil zu nehmen gedenket.

Begebenheitmit demtvbdeCunico.

Geschichtevon einerbesessenenPerson.