Morpheus-
Andere
Stücke.
SchonsBrustbildmit einerPer-rücke.
Brutus.
Anmerkun-gen von denPerücken undihrem Ur-sprünge.
356 xi.ii. Brief. Nachrichten
Morpheus ist als ein schlafender Knabe aus kietra karazona oder kierre cke toucbeabgebildet. Vermuthlich zielet die schwarze Farbe des Steines, welche vlzz 0 x auchan andern alten Statuen des Schlafes bemerket haben will, auf die finstere Nacht.
Weiter sind zu besehen Venus und Mars, Cupido und Psyche, etliche Ganymedes,Marsyas, Annibal, ein Philosoph, die sitzende Venus, so sich einen Dorn aus dem Fuße zieht,Venus Urania, die Venus, so dem Mars liebkoset, damit er bey ihr bleiben möge, noch einApollo mit einem Faune, eine Vestaiinn mit dem heiligen Feuer, Flora rc.
Unter den Brustbildern und Köpfen sind die raresten Alexander der große, dreymal sogroß als die natürliche Statur eines Menschen mit sich bringt, Agrippa, Caligula, Okhoin einer kleinen und runden Perrücke, welche man insgemein Abbe-Perrücken zu nennen pfle-get c), Antinous, Nerva, Aclius Verus, Caracalla, Pertinax, Dkdius Julianus, ClodiuöAlbinus aus schönem Alabaster, SeveruS, Gordianus Africanus, Heliogabal, die zween Gal-lien!, Cicero mit der Warze am Backen, Seneca, Didia Clara rc. Unter diesen Stückenfindet sich auch das metallene Haupt Michael Angel» Buonarota, wie er solches mit eigenerHand verfertiget hak. Dabey steht das marmorne Brustbild des Brutus, welcher Cäsarnermorden helfen. Es ist solches von rtztgedachtem Künstler zwar angefangen, aber nicht vol-lendet, und die Ursache davon in folgenden darunter gesetzten artigen Versen angedeutetworden: dck.
c) Man findet ihn auch also auf Medaillenvorgestellet, sveionivs schreibt in vits
8slvii Otbvnir csp. ir:
ivvnir^l.18 8stir. VI nennetdergleichen Haarschmuck xslerin»:
«Nd zielet darauf auch ii..ree:v 8 ,we>m
er im fünften Buche setzt:
»oo//c /v//,/erv> r'ussnc so
cc>?//ü.
Att/. lib. VIII, c. 7:
Bey-derley Geschlecht bediente sich desselben nachr o 1.1. v L1 8 Zeugnisse: -^«x«--«/^
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X«! «rilc«;, b. e. r/oc'-M/r' r'ci'0
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ce7«,//rv77 und i'UN.-
1 Vl.Ui^XV 8 . der cöe /a?v//nür'«^ gar hi-
tzig dawider schreibt, gebraucht sich unter andernfolgender Worte: /-. -r/er-c-i ,re/c/o
/oi'r»-/, /« E.Vr/M,'
ver'r/c/x, »»»c r» cci'-
Es ist aber SalviusOtho nicht der erste Kaiser gewesen, der sich ei-nes solchen fremden Haarschmuckes bedienethctt (ß), sondern üb. lle Lonüsntik, 8s-
xienüs c. >8 setzet schon vom Julius Cäsar: 7 Ü»-
tcmtcr oorssoruW /»-cmee -rm?/ /^eene/rrM eo^-L'/esk,
Von des parthisihenSuren»: entlehnten Haarsihmucke zeuget I'I.V-ruecttvs in crsüo: und was die Könige die-ser Nation anlanget, so sieht man sie mit frem-der Haarzierde auf verschiedenen alten Zenimis,davon eine in dem Kabinette des Marfchall d'E-strees ist. Wegen der medischen Könige sitztXLNOI-UVN in cixroyLäis y. 8 die Sache aus-ser allen Zweifel. Nach s viv-ru Berichte trugauch Hannibal falsche Haare, und war solche Ge-wohnheit nicht weniger bey den Persern und He-bräern, sonderlich was das Weibesvolk anlang-te, im Schwange. (Esaia c. z, y. 17,-4 rc.) Derkahle Kopf war an alten Leuten etwas ehrwür-diges, (Sprüchw. 16, v. ?i, c.-o,v.-9) bey an-dern aber verhaßt, (Es z, v. -4, r Kön. -, v.Amos 8 , v. 10) und im Gegentheile ein starkesund langes Haar als eine grosse Zierde angesehenRicht. 16, v. iz, -Sam. 14, v- -6, 27, Hobel. 6,v. 4, c- z, v- -ix 4 Mos 6 , v.;In Frankreichsind die Perrücken erst seit hundert Jahren ein-geführet und in Deutschland noch spater. Vonden Zeiten Francisci des ersten an, trugen dieFranzosen ihre Köpfe fast ganz kahl, weil sich ge-dachter König sein Hanvt wegen einer Wundehatte bescheercu lassen müssen. Großen Herrenund andern, die in einigem Ansehen sind, fehlet esniemals an schmeichlerischen Nachahmern. Al-bemarle, des König Wilhelms Favorit, hattedie eige Stire des Gesichtes mit Pulver ver-brannt,