Band 
[Erste Abtheilung.]
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367
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von des Großherzogs zu Florenz Hofstaate, Pallästen rc. Z67

bender weißer Zirkel geht. Auf der andern Seite zeiget sich die Göttinn Luna auf ihremWagen.

Von IlitaZIi, die in Ringe gefastet, sind zwar viele neuere, aber nur acht und zwanzig alteStücke vorhanden. Unter den letzten ist ein rmnulus memorise zu bemerken, welchen manin drey andere, ohne daß sie auseinander fallen, vertheilen kann. Endlich kommen die erha-benen Steine oder bss-relieks, in welcher Arbeit man den neuern Künstlern den Rang vorden alten nicht wohl streitig machen kann. Unter ihrer Anzahl finden sich hundert und zwan-zig neue und fünfhundert alte Stücke, und gehöret zu den letzten Hamübal, der vortreff-lich ausgedrücket ist. Laokoon verdienet gleichfalls vieles Lob. Besonders rare camrnei sinddiejenigen zween, auf deren einem Herkules den Cerberus umbringt, auf dem andern aber klei-ne Air.ores sich bemühen, Herkules Keule aufzuheben, und danüt gleichem zu spielen, in-dessen daß dieser Held verliebt ist. Unter den neuern bss-reiieks sind zwey Brustbilder vonMohren sonderlich wohl gerathen. Ferner finden sich sehr große Stücke theils von einer,theils mehrern Figuren, Landschaften und dergleichen auf Sardonyx, Chalcedon, Achat, Onyx,

Cornaline rc.

Den Beschluß machen sieben und zwanzig große antique Köpfe, die gleichsam für un-schätzbar gehalten werden: Livia, AugustuS, Agrippa, Brutus, Msrcus Aurelius, Faustinaund andere zeigen sich en bss-reliek auf kostbaren großen Steinen; die schönsten und rare-sten Stücke aber darunter sind Vespasian auf einem Chalcedon, wie auch Tiberius und Ju-lia beysammen auf einem andern dergleichen Steine.

Alle diese OemmD, deren sämmtliche Anzahl auf drey tausend Stücke gerechnet wird,find in dem abgedachten kostbaren Kabinette oder 8nilliolo, woran die außerordentliche großePerle bewundert wird, verwahret, und schätzet man das ganze Werk mit dem was darinnenenthalten ist, auf sechsmal hundert tausend Scudi.

Was den Vorrath von alten Münzen betrifft, so zählt man allhier anitzo dreyhundert Samniüüigund zwölf Medaillons, worunter fünf und vierzig von Silber sind. Der größte Kupfer- von Mr-Medaillon ist von Septimus Severus Gemahlinn Julia. daillen-

Vom Petit bronre oder minore moäulo der kupfernen Münzen sind achthundert Stückevorhanden, und achtzehnhundert vom mockulc» msximo. Die mittlere Gattung, welche dieFranzosen klox-eu krönte nennen, begreift zwey tausend und zweyhundert, und ist diese Samm-lung wegen der griechischen Münzen die gelehrteste und curiöseste. Von silbernen Gummissind achthundert Lonlulsres und über zweytausend andere vorhanden.

Von Golde finden sich sechszehnhundert Stücke und sechszehn Medaillons. Bianchiversicherte bey Gelegenheit derselben, die größte goldene Medaille, so man habe, wiege hun-dert und sechszehn Louis d'or, und sey vom Kaiser sobsime VII. kaiseoloZo, der dem florenti-nischcn Concilio beygewohnet hat.

Die Münzen, welche Städte und Länder betreffen, machen sowohl an Golde, als Sil-ber und Kupfer fünfzehnhundert Stücke aus. Die goldenen und kupfernen sind in dieserMaterie die raresten. In allen besteht diese Sammlung aus vierzehntausend alten und achttausend neuen Münzen. Von den neuern Gedächtnißmünzen, so man Medaillen nennet,sind insbesondere neunhundert goldene, zweytausend silberne (worunter die größeste von Cos-inus

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