Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
382
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Servitenklo-

stcx.

Hospital-

1.2 Lsäiskic>rcntin2.

Begräbnißdes Mark-grafen Hugo-nis.

II Lilrmine.

Z8, XI.III. Brief. Relation von den vornehmsten Kirchen

mcn Geldes, um dafür gute Gemälde, wie auch Statuen in Italien einzukaufen und solchenach Frankreich zu übersenden. Del 8mto aber verwand diese Gelder auf ganz andereDinge, gerieth in eine lüderliche Lebensart, und starb endlich zu Florenz an der Pest im zweyund vierzigsten Jahre seines Alters, nachdem er von seiner Frau und Freunden gänzlich ver-lassen war r). Sein Brustbild und Epitaphium ist an der Wand einer andern Galeriedieses Klosters zu sehen.

Es halten sich hier beständig hundert bis hundert und vierzig Mönche auf, und habenvon den vornehmsten unter ihnen jeder drey Kammern zu ihrer Wohnung, woraus man vonder Größe des Gebäudes urtheilen kann. Absonderlich sind die Galerien schön und hoch.Die Bibliothek ist wohl eingerichtet, und wird täglich vermehret. Der Orden selbst derLervonmr L. VlrAmis kvlmiL hat aus Florenz seinen Ursprung, indem im Jahre I2ZZ siebenPersonen von Adel aus dieser Stadt, worunter 8- Inlchxo LeniLM der vornehmste war, denAnfang dazu gemacht haben.

An der Seite von der Kirche ch-I? üamunräata findet sich ein großes Hospital, so vor-nehmlich zum Unterhalte der Findlinge angeleget ist. Man rechnet in allen bey dreytausendMenschen, so unter der Aufsicht der Vorsteher desselben sind, weil sich solche auch auf etlicheandere Anstalten für Arme und Kranke erstrecket.

Mitten auf dem Platze vor der tännuurnata ist auf einem marmornen Piedestal dieschöne 8taw2 cguellris des Großherzog Ferdinands des ersten, aus bronro zu sehen, woranGiovanni Bologna (von welchem auch die zween metallenen Springbrunnen, die diesen Platzzieren, sind) seine Kunst erwiesen hat.

U'Z kselia k'iurontlua ist ein Kloster, so denen Benedictinermönchen, welche vom kAoii-to Lsümeuli insbesondere benennt werden, gehöret. Den Namen kaäü, oder ^bbactla sollsie als die älteste in Florenz gestiftete Abtey vor andern führen. Ihren Anfang hat sie derGräfinn Willa und deren Gemahle Hugo, einem Enkel HugonS, Königs von Italien, soum das Jahr 990 lebten, zu danken. Des letzten Statue ist im Jahre 1617 in dem Klosteraufgerichtet worden. Sein Epitaphium ist in der Kirche z§ lesen, und wird er daselbst17^0 Otboius III. Imperators alkuiis ac Lomes Alsrclüo läncieburAeuliL Hetrurisegus krse-ieäus genennt.

Er hat außer diesem noch sechs andere Klöster gestiftet, und im looeden Jahre daszeitliche mit dem ewigen verwechselt. Verschiedene Scribenten haben einen Markgrafenvon Brandenburg aus ihm gemacht, und sind dazu durch die itztgedachte Grabschrift ver-leitet worden. Es haben aber schon andere angemerket, daß solches nicht seyn könne, unddaß die itzige Jnscription erst imJahre 1481 von den Mönchen dieser Abtey erdichtet worden,welche besagtem Monument mehrere Ehre zu machen vermeynten, wenn der darunter begra- >bene Hugo für einen Vetter des Kaisers Otto des dritten gehalten würde. Ferner verdienendie Grabmaale des Cavaliere Bernardo Giugni, des Giannozzo d'Agnolo, Pandolsini, undsonderlich des im Jahre 1725 verstorbenen Ludwigs Grafen von Fantoni, so des GroßhcrzogSgeheimer Rath und Gesandter an viele auswärtige Höfe gewesen, in Augenschein genommenzu werden. Die Himmelfahrt Mariä, welche man in dieser Kirche findet, ist von GiorgioVasari gemalt. Das Kloster hat eine gute Bibliothek.

11 Larmino oder die Karmeliterkirche ist nicht gewölbt, sondern man sieht an der Deckederselben, wie in vielen andern, die bloßen Balken. Was ihr aber in diesem Stücke abgeht,

wird

<7) Lonk. Ksr. Is c o sl r s Lsbiriet äes 8 inZuIsrltes ä'^rclüteölure, keinture, 8 culptilre «k 6 ra-veure,1'ow. II.