Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
381
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und andern geistlichen Gebäuden der Stadt Florenz.

florentinischer Arbeit verfertiget worden und in dem abgedachten Lcriuorio zu sehen ist, bey-behalten. Uebrigens ist zu bemerken, daß dieses Gesicht der h. Maria keinem von denjeni-gen, welche der Evangelist Lukas gemalt haben soll, gleiche, wie auch diese einander wenigähnlich sind. Das Original des siorentinischen Bildnisses ist dreyfach zugedecket, und ineiner Kapelle, worinnen eine große Menge silberner Gelübde hängen. Diese Kapelle istnach dem Ocstein des Michelozzi mit kostbarem Marmor bekleidet, und mit mehr als vierziggroßen silbernen Lampen und Kronleuchtern erleuchtet. Vor dem Altare stehen zween sil-berne Leuchter von Mannshöhe, und auf demselben zwo große gleichfalls silberne Statuenvon Engeln. An dem Altare sieht man nichts als bas-relieü von Silber. Das Taberna-kel oder Gehäuse, worinnen die Hostie aufgehoben wird, ist vortrefflich und an demselben dasvon ^närea äel 8arto gemalte Haupt Christi zu bemerken. Das Pflaster des Fußbodensbesteht aus ägyptischem Granite und Porphyr. An diese Kapelle stößt ein Oratorium, des-sen Wände mit mosaischer Arbeit und großen Stücken von Achat, Jaspis, orientalischemChalcedon, und mancherley cliachro eingeleget sind.

Mit weitläustiger Beschreibung aller und jeder Kapellen will ich mich nicht aufhalten,obgleich keine einzige ist, in welcher nicht etwas schönes von Gemälden oder Bildhauerarbeitangetroffen wird. Insonderheit bemerket man die Kapelle des öckarcbeie cli keroui, wegenihrer Statuen; die Kapelle der so itzt den Namen von kanclmelli hat, wegen derMarmorarbeit des Baccio Bandinelli, welcher daselbst den todten Leichnam Christi, so vonGott dem Vater gehalten wird, vorgestellet hat; und in der Lappella cle! 8c>ccorlc> das treff-liche Crucifix von bronro, wozu Giovanni Bologna das Modell verfertiget hat: GiovanniBologna und Baccio Bandinelli, die beyde vieles zum Prachte dieses Tempels beygetragenhaben, liegen auch darinnen begraben. Die Decke ist nicht gewölbet, der klabonä aber mitvieler vergüteter Bildschnitzerarbeit versehen, in deren Mitte Volterauo auf einem großenStücke die Himmelfahrt Maria gemalet hat.

In einer Galerie des an die Kirche stoßenden Klosters ist die von ^nclrea äel 8artc>gemalte Ivlaäonn-, äel 8acco wohl zu betrachten, weil sie für das Meisterstück dieses berühm-ten Malers gehalten wird. Sie ist gut conservirt, an statt daß die übrigen hier befindlichenFresco-Gemälde dieses und anderer berühmten Meister zu großem Leidwesen der Liebhaberfast gänzlich verloschen sind. Woher dieses Stück den Namen äe! 8acco habe, ist mir un-bewußt, und getraue ich mir nicht zu versichern, daß solcher von dem Sacke, worauf der h.Joseph in diesem Srücke sitzend abgebildet ist, seinen Ursprung herleite. Der Meisterdesselben wurde clel 8arto benennet, weil sein Vater ein Schneider war. Erarbeitete langeZeit in Frankreich unter Franciscus dem ersten, wurde aber von seiner Frau genöthiget, zurücknach Italien zu kehren. Bey seiner Abreise vertrauere ihm der König ansehnliche Sum-

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An starr daß das Original des Lnvno hat: kiore.

Andere Ka-pellen.

Treffliches

Gemälde.

Nachrichtenvom Maler

/tncir. clel8 srto.